Willkommen bei der Deutschsprachigen Gesellschaft für
Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII)

Die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII)  wurde im Jahr 1986 als europäische, deutschsprachige Gesellschaft von Katarakt- und refraktiven Chirurgen gegründet.

Die DGII fördert als gemeinnütziger Verein die wissenschaftliche und praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der intraokularen Implantation von Linsen sowie der Katarakt- und refraktiven Chirurgie des Auges durch Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen und durch Anregungen wissenschaftlicher Arbeiten. 

Die DGII hat auch zum Ziel, über die Doppelmitgliedschaft in der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) internationale Kontakte zu vertiefen. Dank des Engagements der Europäer gelang es, ab 1996 gleichberechtigt mit den US-Amerikanern die auflagenstärkste ophthalmochirurgische wissenschaftliche Zeitschrift, das Journal of Cataract and Refractive Surgery (Impact Factor 2.285 im Jahr 2008) herauszugeben.

 

 

Neuigkeiten 

 

DGII Logo

DGII Kongresstermine 2023 - 2026 terminiert:

37. Kongress der DGII 2023 vom 02. - 04. März 2023 in Weimar

38. Kongress der DGII 2024 vom 22. - 24. Februar 2024 in Frankfurt

39. Kongress der DGII 2025 vom 12. - 15. Februar 2025 in Erlangen

40. Kongress der DGII 2026 in Köln


 

DGII Logo

Stellungnahme der DGII zum Krieg in der Ukraine

Der Überfall auf ein souveränes europäisches Land, der Krieg gegen seine Zivilbevölkerung ist eine Wegscheide in unserer Epoche, ein Weckruf und eine Herausforderung für freiheitliche Gesellschaften. Die DGII und ihre Mitglieder verfolgen die Ereignisse in der Ukraine mit Entsetzen und, ja, auch mit Wut. Wie andere Institutionen und wie viele Menschen in unseren Ländern, in Deutschland, Österreich, der Schweiz und unseren europäischen Nachbarn betrachten wir den Überfall auf die Ukraine als eine Aggression, die an schlimmste Zeiten europäischer Geschichte erinnert.
Wir betrachten die Beendigung der Aggression als unverzichtbar für ein zivilisiertes Miteinander auf unserem Kontinent und für eine Gegenwart, in der die Wissenschaft und hier natürlich die Augenheilkunde zum Wohle unserer Patienten gedeihen können. Wir fordern ärztliche und wissenschaftliche Institutionen in unseren Ländern und auf europäischer Ebene auf, Solidarität mit den Angegriffenen zu zeigen und die Zusammenarbeit mit den Aggressoren auszusetzen - dazu würde beispielsweise gehören, keine russischen Referenten zu Kongressen einzuladen und natürlich auf Besuche von Veranstaltungen in Russland zu verzichten. Dies gilt wohlgemerkt unter der Prämisse, dass sich ein Boykott Russlands nicht gegen seine Menschen richtet - am allerwenigsten gegen jene, die ihre Freiheit riskieren und verlieren, indem sie gegen diesen Krieg protestieren.
Gleichfalls fordern wir Institutionen und Individuen - wie unsere Mitglieder - auf, für unsere ukrainischen Kolleginnen und Kollegen mehr zu tun, als an sie zu denken und für sie zu beten. Konkrete Hilfsangebote sind jetzt notwendig, vor allem für jene Ophthalmologinnen und Ophthalmologen, die mit ihren Familien vor dem Horror des Krieges fliehen. Wir weisen diesbezüglich auf die Hilfsaktion der DOG und der Universität Gießen sowie die bekannten Spendenkonten hin. Die Hilfsbereitschaft des polnischen Volkes für seine Nachbarn ist beeindruckend und berührend - wir sollten ihr folgen!

 

DGII Logo

DGII trauert um Barbara Diesing

Mit großer Bestürzung haben Vorstand und Mitglieder der DGII vom allzu frühen Tod von Barbara Diesing erfahren. Die Fachgesellschaft hat über viele Jahre vertrauensvoll mit Frau Diesing zusammen gearbeitet. Das von ihr 2012 gegründete Eyefox wird von der DGII als eine eminente Plattform für die Ophthalmologie und besonders die Ophthalmochirurgie gewürdigt. Zahlreiche Angehörige der DGII haben die Darstellung von Inhalten auf Eyefox und dabei die Kooperation mit Barbara Diesing als einen wichtigen Bestandteil publizistischer Tätigkeit und der Außendarstellung unserer Berufsgruppe zu schätzen gelernt. In gemeinsamen Veranstaltungen beeindruckte Barbara Diesing mit ihrem Organisationstalent, ihrer Kompetenz, ihrer warmen Menschlichkeit. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten ihrer Familie und ihrem Team. Wir werden sie in bester Erinnerung behalten - Barbara Diesing hat sich um die Augenheilkunde verdient gemacht.

 

 

DGII Mitglied werden

Die DGII wurde im Jahre 1986 in Gießen gegründet. Seitdem ist die Mitgliederzahl konstant auf über 600 Mitglieder angestiegen.

 

Antrag auf Mitgliedschaft

Weitere Informationen

 


 

 

DGII Logo

DGII Kongresstermine 2023 - 2025 terminiert:

37. Kongress der DGII 2023 vom 02. - 04. März 2023 in Weimar

38. Kongress der DGII 2024 vom 22. - 24. Februar 2024 in Köln

39. Kongress der DGII 2024 vom 12. - 15. Februar 2025 in Erlangen


 

 

DGII Aktuell

Februar 2022

- Vorankündigung DGII-Kongress 2022
- Ansprache des DGII-Präsidenten zur Tagung in Dortmund
- DGII-Preisträger 2021/2022
- Erste Erfahrungen mit dem SimulEYE
- Wirksamkeit und Verträglichkeit  eines neuen MIGS-Implantats
- Preserflo-Microshunt zur operativen Drucksenkung beim Glaukom
- Weiterentwicklung der IOL- Berechnung in Gauß’scher Optik

 

DGII Aktuell downloaden / drucken (PDF, ca. 0,5 MB)

  

DGII Logo

36. Kongress der DGII 2022 vom 10. - 12. Februar 2022 in Dortmund

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

Es ist mir eine Ehre und eine Freude, Sie zur 36. DGII nach Dortmund einladen zu dürfen. Die Tagung wird – wie schon 2017 – im Kongresszentrum Westfalenhalle stattfinden. Aufgrund der COVID-19-Problematik 2020/2021 und der Verzögerungen beim Neubau des Kongresszentrums in Erfurt wird die DGII 2022 erneut in Dortmund stattfinden. Erfurt/Weimar ist aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Nachdem im Jahr 2021 die DGII analog der Fußballbundesliga mit Präsenzmoderation, aber mit online-Auditorium („Hybrid“) stattfand, gehen wir davon aus, dass wir 2022 wieder in gewohnter Weise tagen können. Es ist geplant, parallel zur Präsenzsitzung ein Streaming-Angebot für externe Hörer anzubieten.

Der Vorstand der DGII, das Team der Castroper Augenklinik, das Team um Prof. Kohlhaas und ich freuen uns sehr, Sie in der alten Hansestadt und Metropole Westfalens Dortmund zu sehen. War Dortmund berühmt für Kohle, Stahl und Bier, so sind heute Dienstleistungen und Hochtechnologie, insbesondere auch im Bereich Medizintechnik, Motor des Fortschritts.

Das Kongresszentrum liegt zentral an der B1, der ältesten und längsten Fernstraße Deutschlands, die einst von Aachen über Berlin bis Königsberg reichte. Mehrere Hotels sind in fußläufiger Nähe, das berühmte Westfalenstadion ist nur einen Steinwurf weit entfernt und das Stadtzentrum mit dem Hellweg, der Petri- und Reinoldikirche und für die Fußballfans auch mit dem Deutschen Fußballmuseum nur wenige Fußminuten. Die Verkehrsanbindung ist sowohl über das Autobahnnetz als auch über die Bahn und den Flughafen Dortmund-Wickede exzellent.

Die Westfallenhallen sind sehr weitläufig, so dass eventuellen Auflagen der Behörden Rechnung getragen werden kann. Sicherheitskonzepte (digitale Impfpässe, Schnelltests etc.) werden vor Ort umgesetzt. Wir gehen davon aus, dass bei ausreichend hoher Durchimpfungsquote keine Probleme bei der Durchführung auftreten werden.

Die DGII als spezialisierte Fachgesellschaft wird auch in diesem Jahr die Belange der Katarakt- und refraktiven Chirurgie breit abdecken und dabei natürlich die Kornea-, vitreoretinale und die Glaukomchirurgie ausführlich würdigen. Die Mini-Symposien hatten bei der Tagung 2021 eine herausragende Resonanz und werden 2022 noch ausgebaut werden. Diskussionen wird insgesamt mehr Zeit eingeräumt, und wir werden uns bemühen, auch Zuhörer außerhalb der Vortragssäle mit anzusprechen.

Freuen Sie sich auf zahlreiche bekannte und besonders kompetente Referenten aus dem In- und Ausland. Besonderen Wert legen wir auch auf das breitgefächerte Kursangebot, das sich nicht nur an Assistenz- und Fachärzte, sondern auch an die OP-Pflege richtet. Die Kurse werden kontinuierlich weiterentwickelt und aktuellen Entwicklungen angepasst. Viele sind bereits sehr früh ausgebucht – greifen Sie zu!

Ich wünsche Ihnen allen Gesundheit und Glück und hoffe, dass die vierte COVID-Welle nur ein Plätschern werde und wir uns 2022 im „Westfälischen Steinkohlenrevier“ wiedersehen.

Glück Auf!

Ihre

 

Dr. Peter Hoffmann (Tagungspräsident)

Priv.-Doz. Dr. C. Wirbelauer Professor (Präsident der DGII)

Dr. Gerd U. Auffarth (Generalsekretär der DGII)

 

Tagungshomepage

Tagungsanmeldung

Download der Tagungseinladung als pdf

  

 

© Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH

© Westfalenhallen
Unternehmensgruppe GmbH

 

© Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH

© Westfalenhallen
Unternehmensgruppe GmbH

Kongress 2022: Programm und Sicherheit auf höchstem Niveau

The times, they are a-changin'  hieß ein großer Hit und ein gleichnamiges, 1964 erschienenes Album von Robert Allen Zimmerman, besser bekannt als Bob Dylan. Die gegenwärtigen Zeiten sind zweifellos ungewöhnlich, aber in einem Punkt trifft Dylans Credo nicht auf die Verhältnisse der Jahre 2020, 2021 und 2022 zu: was sich nicht ändert, ist die Unsicherheit inmitten eines manchmal schnellen Wandels. Dies ist eine stete Herausforderung bei der Planung von Kongressen. Viele Kolleginnen und Kollegen wollen nach den virtuellen Kongressen der beiden letzten Jahre endlich wieder in Person zusammen kommen, wenn den gerade geltenden (und in der Tat manchmal rapide wechselnden) Vorschriften Genüge getan und die Sicherheit aller Teilnehmer gewährleistet ist.

Für den Jahreskongress der DGII vom 10. bis 12. Februar sind diese Bedingungen erfüllt. Die Besucher können sich auf Kurse und Vorträge aus allen aktuellen Themengebieten der Ophthalmochirurgie freuen und auf Platz - sehr viel Platz. Denn die Tagung findet in den Westfalenhallen Dortmund mit ihrem Raumangebot statt, das die Veranstaltungsorte aller anderen großen Kongresse wie AAD, DOG und DOC in den Schatten stellen dürfte - social distancing at its best ist also gewährleistet.

Der Vorstand der DGII hat in diesen unsicheren Zeiten zwar nicht bis zur sprichwörtlichen letzten Minute, wohl aber bis zum Erscheinen der aktuellen Sicherheitsverordnungen des Landes Nordrhein-Westfalen gewartet, um das Konzept der Tagung endgültig zu beschließen. Sicherheit steht ganz oben auf der Agenda: die Anforderungen übertreffen an "Härte" noch die brandneu gültigen Bestimmungen. Es gilt 2 G plus und das "plus" bedeutet in diesem Fall: vor Betreten der Tagungshalle wird ein obligater Test vorgenommen an Personen, die genesen und/oder geimpft sind. Natürlich wird der vorgeschriebenen FFP2-Maske getragen; abgesetzt werden darf diese zur Einnahme eines Getränks oder einer anderen Verkostung in der Pause und durch den Referenten oder die Referentin bei Aktivität, also einen Vortrag bzw. als Vorsitz. Was im Gegensatz zu früheren Kongressen leider nicht stattfinden wird, ist der Gesellschaftsabend, auf dem bekanntlich der Kultur und den Eigenheiten der jeweiligen Tagungsregion Rechnung getragen wurde - der letzte derartige Abend, im Februar 2020 in Mainz, begeisterte bekanntlich selbst eingefleischte Nicht-Karnevalisten.

Dass Sicherheit in hohem Maße gewährleistet ist, steht für Prof. Dr. Gerd Auffarth (Heidelberg), Generalsekretär der DGII außer Frage: "Es ist ein ganz überwiegend ärztliches und ansonsten medizinisch aus- und vorgebildetes Publikum vor Ort. Alle Besucher wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Es ist in diesem Fall wahrhaftig kein Querschnitt durch die Allgemeinbevölkerung vor Ort." Und Tagungspräsident Dr. Peter Hoffmann (Castrop-Rauxel) sieht in den Kongresstagen aus epidemiologischer Sicht geradezu eine Erholung vom Praxialltag: "Wie so viele andere Kolleginnen und Kollegen habe ich täglich fast hautnahen Kontakt zu 70, 80 oder mehr Patienten. Dabei ist das Infektionsrisiko viel, viel höher als beim Besuch eines Kursraums mit ausschließlich geimpften und geboosterten Teilnehmern."

Mit der Durchführung des DGII-Kongresses vor Ort wird dem Wunsch vieler Augenärztinnen und Augenärzte nach einem "richtigen" Kongresserlebnis ebenso Rechnung getragen wie dem der Industrie, die ihre Besucher in aller gebührenden Distanz an wahrscheinlich weniger üppig als einst angelegten Ständen auf einer räumlich entzerrten Ausstellung begrüßen möchte. Der Kongress wird angesichts der akribisch geplanten und implementierten Vorsichtsmaßnahmen symbolisch für die erfolgreiche Umsetzung eines anderen Bob Dylan-Hits die Grundlage stehen: Together through life.

  

DGII Logo

DGII Umfrage 2022 und Ergebnisse 2021

Intraokulare Operationen im Jahr 2022: 
Aktuellen Umfrage von DGII, DOG, BVA und BDOC

Download Umfrage als PDF
Download Anschreiben Umfrage als PDF
Ergebnisse der DGII Umfrage 2020/21

  

 

DGII Logo

Augenchirurgische Fachgesellschaft ist befremdet über wenig fachgerechte Äußerungen zur Operation des Grauen Stars

Die alte Weisheit vom Schuster, der besser bei seinem Leisten geblieben wäre, hat sich in der Vorweihnachtszeit, in der traditionell gern Märchen erzählt werden, wieder einmal bestätigt. Die Rolle des Schusters übernahmen dabei auf die Anwendung des Ultraschalls in der Medizin spezialisierte Ärzte, Techniker und Assistenten. Deren wissenschaftliche Vereinigung, die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM), hat in einer Pressekonferenz zur häufigsten chirurgischen Intervention in der heutigen Medizin, der Kataraktoperation, Stellung genommen und dabei eine zweifelhafte Position zu diesem Eingriff, der Entfernung der meist altersbedingt getrübten Linse des Auges, dem "Grauen Star", eingenommen.

Die DEGUM hat nach Einschätzung der DGII, der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie, in der fast ausschließlich Kataraktchirurgen Mitglied sind, ohne Not eine völlig nutzlose Diskussion losgetreten. Auf der Pressekonferenz wird die bewährte Methode der Operation des Grauen Stars, die Zertrümmerung der Linse mit Ultraschall (Phakoemulsifikation) der neueren Technik der Kataraktoperation mit dem Femtosekundenlaser gegen über gestellt und Letztere sehr nachteilig dargestellt. "Jeder Augenchirurg wertschätzt die sichere und effektive herkömmliche Methode, die Phakoemulsifikation, und wir alle verstehen, dass unsere sich mit Ultraschall beschäftigenden Kollegen darauf stolz sind - das sind wir nämlich auch," erklärt DGII Vorstandsmitglied Prof. Dr. Burkhard Dick, Direktor der Universitätsaugenklinik Bochum. "Aber wir sind auch froh, dass wir unseren Patienten mehr als nur eine erfolgreiche Operationstechnik anbieten können und dass wir heute in bis vor kurzem noch ungeahntem Maße den individuellen Berdürfnissen unserer Patienten mit hoher Erfolgsrate gerecht werden können. Und das verdanken wir auch der recht jungen Technologie des Femtosekundenlasers. Diesen "madig" zu machen, ist wenig konstruktiv - ganz im Gegenteil: es steht zu befürchten, dass durch solche subjektiven und durch die medizinische Datenlage nicht gedeckten Stellungnahmen Patienten verunsichert werden. Das kann nicht das Ziel ärztlichen Wirkens sein - sicher auch nicht das der in der DEGUM engagierten Kolleginnen und Kollegen."

Die DGII unterstreicht, dass die Femtosekundenlaser-Kataraktchirurgie (Femcat oder auch LCS, laser cataract surgery, abgekürzt) die Operation mit dem Ultraschall keineswegs ersetzen soll - während der Laserchirurgie kann allerdings sehr häufig komplett auf Ultraschall verzichtet werden. Doch einige wichtige Schritte wie die Eröffnung der Linsenkapsel erfolgen mit dem Laser präziser als manuell. In der Regel setzen alle Femtosekundenlasersysteme heute neben der Anwendung des FS-Lasers (hohe Präzision) auch digitale biomorphometrische Systeme ein u.a. zur individuellen, zyklotorsionsadaptierten Platzierung von Schnitten (z.B. arkuate antiastigmatische Inzisionen, fs-Kapsulotomie) und von Markierungen für die Ausrichtung torischer IOL. Dass die LCS bei der Pressekonferenz als "hippes Verfahren" bezeichnet wurde, spricht nicht gerade für eine seriöse Beschäftigung mit einer Methode, mit der inzwischen weltweit Hunderttausenden - meist älteren Menschen - ein exzellentes Sehvermögen und dies vielfach ohne Brille wiedergegeben wurde.

 

DGII Aktuell

September 2021

- Vorankündigung DGII-Kongress 2022
- Vorbereitungen zum DGII-Kongress in Präsenz
- Neues Vorstandsmitglied der DGII
- Neue fs-Laser-Technologie in der refraktiven Hornhautchirurgie
- Vivity-IOL als nicht diffraktive wavefront-shaping Intraokularlinse mit erweitertem Sichtbereich
- IOL-Berechnung bei hoher Hyperopie – noch immer ein Schreckgespenst?
- SmartLOAD: Preloaded IOL mit umwelt- freundlichem Implantationssystem
- Die Maske als Risikofaktor der Post-IVOM-Endophthalmitis?
- DGII-Preisträger 2021

DGII Aktuell downloaden / drucken (PDF, ca. 0,5 MB)

 

 

DGII Logo

Nachruf an Prof. Dr. Gottfried Otto Helmut Naumann
(*25. April 1935 Wiesbaden; †5. Juni 2021 Erlangen)

Mit großer Bestürzung hat der DGII-Vorstand vom Tod von Prof. Naumann, einem Gründungsmitglied der 1986 ins Leben gerufenen DGII, erfahren!

Mit Prof. Dr. Nauman hat uns eine der so seltenen wissenschaftlichen Persönlichkeiten verlassen, die unsere größte Hochachtung und Verehrung verdient. In der Ophthalmologie zählte er zu den wenigen Koryphäen, die trotz all ihrem großen Erfolg und ihrer herausragenden Leistungen menschlich geblieben sind. Naumann kann als Sinnbild der deutschen Ophthalmologie seiner Zeit verstanden werden, denn er hatte all das, was ein Ordinarius braucht, um in die Geschichte der Augenheilkunde einzugehen.

Prof. Dr. Gottfried Otto Helmut Naumann, der von seinem Umfeld freundschaftlich „Fritz“ genannt wurde, war in erster Linie ein Mensch, auf den man sich stets verlassen konnte. Er ging mit allen, die ihm in seinem Leben begegnet sind, höchst vertrauensvoll um. Neudeutsch könnte man Naumanns Philosophie mit „underpromise, overdeliver“ beschreiben. Naumann war ein weltweit höchst geschätzter, exzellenter Lehrer, der seinen Studenten und MitarbeiterInnen eher ein väterlicher Freund, denn ein strenger Lehrmeister war. Sein ganz eigener, fast schon liebevoller Umgang mit seinen Zöglingen trug reiche Früchte: Naumanns Lehrstuhl galt als „Exzellenz-Schmiede“, es gingen über 20 Habilitanden aus seiner Schule hervor, die zum Großteil heute an renommierten Kliniken in leitenden Funktionen tätig sind.

Es ist schier unmöglich alle seine Leistungen, Ehrungen und sein Lebenswerk auflisten. Das, was von Naumann bleibt, ist ein enormer ophthalmologischer Schatz, den es zu bewahren und würdigen gilt. Sein besonderer Forschungsschwerpunkt galt der Histopathologie des Auges. Mit seinem 1980 veröffentlichten, zunächst ein- und später zweibändigem Meisterwerk zur „Pathologie des Auges“, hat Naumann einen Almanach der Histopathologie geschaffen, der auch heute noch als Standardwerk gilt und ins Englische und Japanische übersetzt wurde. Auch sein histopathologisches Labor an der Universitäts-Augenklinik Erlangen genoss höchsten internationalen Ruf.

Wer auch immer Verfasser dieses Gedichtes war, er spricht uns aus der Seele:
„Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses Blatt allein, war Teil von unserem Leben, drum wird dies Blatt allein, uns immer wieder fehlen.“
„Fritz“ Naumann wird der Ophthalmologie fehlen. Er wird uns fehlen.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen Angehörigen.

Der DGII-Vorstand

 

 

Nachruf auf Professor Dr. Gernot Duncker aus Halle

Mit großer Bestürzung hat der DGII-Vorstand die Nachricht über den Tod von Professor Dr. Gernot Duncker aus Halle an der Saale erhalten!

Wir trauern alle um einen sehr geschätzten Kollegen und sprechen der Familie und den Freunden unser tiefstes Mitgefühl aus.

Herr Professor Duncker wurde in Berlin geboren, er studierte Medizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und begann dann seine Ausbildung zum Augenarzt an der Universitäts-Augenklinik Kiel. An die Facharztausbildung schlossen sich die Oberarzttätigkeit und schließlich die Habilitation an. Er baute die Kornea-Bank Kiel auf, leitete sie und förderte auf diese Weise die Spezialisierung im Bereich der Transplantations- und refraktiven Chirurgie in Kiel. Es erfolgten dort auch die Ernennung zum Leitenden Oberarzt und stellvertretenden Direktor der Klinik für Ophthalmologie der Universität Kiel.

Herr Professor Duncker war ein DGII-Mitglied der ersten Stunde und trat dem Verein schon im Gründungsjahr 1986 bei. Er war von 1994 bis 1998 Sekretär der DGII. 1997 wurde er zum Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg berufen und ernannt. 1998 richtete er den 12. Kongress der DGII in Halle als Tagungspräsident aus. 2006 bis 2007 war er Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft. Er war langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Hornhautbanken und seit 2001 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Seit 2011 arbeitete er in der Niederlassung am Standort Halle am Aufbau und an der Etablierung des Instituts für Augenheilkunde.

Die DGII ehrte Herrn Prof. Duncker 2015 mit dem Hoya/DGII-Wissenschaftspreis für seine jahrzehntelange Forschung, seine Publikationen und Arbeiten im Bereich der refraktiven Hornhautchirurgie, der Transplantationschirurgie der Hornhaut und für seine Beiträge zum Hornhaut-Banking. Er war sowohl als Vorstandsmitglied und Sekretär als auch als Vortragender und Kursleiter über viele Jahre der DGII verbunden.

Es ist schwer, tröstende Worte zu finden, wenn sich ein Mensch, der uns einen Teil unseres Weges begleitet hat, für immer verabschiedet.

Wir werden Herrn Professor Duncker stets in guter Erinnerung behalten.

Der DGII-Vorstand

Bild: ©MVZ Augenheilkunde Mitteldeutschland GmbH

 

 

DGII Aktuell

Februar 2021

- Ansprache des DGII-Präsidenten zum Kongress 2021 in Dortmund
- Highlights DGII 2021
- Schwind Atos mit SmartSight
- Vivior-Monitor: Objektive Daten für die Wahl der bestmöglichen IOL
- LuxSmart looks smart: Die neue Monofokal+ IOL mit erweiterter Tiefenschärfe
- XL-Optik als Routine im Alltag der Kataraktchirurgie?
- Wiederherstellung des Sehvermögens bei altersbedingter Makuladegeneration im Spätstadium

DGII Aktuell downloaden / drucken (PDF, ca. 0,5 MB)


 

DGII Logo

DGII Umfrage 2021 und Ergebnisse 2019

Intraokulare Operationen im Jahr 2020:
Aktuellen Umfrage von DGII, DOG, BVA und BDOC

Download Umfrage als PDF
Download Anschreiben Umfrage als PDF
Ergebnisse der DGII Umfrage 2019


 

DGII Aktuell

September 2020

- 35. Kongress der DGII 2021 vom 25. – 27. Februar 2021 in Dortmund
- Ansprache des Tagungspräsidenten zum Kongress 2021
- Silikon-Irisprothese zur Pupillenrekonstruktion
- Vereinfachung der Sklerafixation – die neue Carlevale-IOL
- Brolucizumab – eine neue Therapieoption bei neovaskulärer AMD
- 3D und intraoperatives OCT mit dem Artevo 800: Ein Erfahrungsbericht
- Pentacam AXL Wave: Eine für Alles
- DGII-Preisträger 2020
- Mitglied in der DGII werden

DGII Aktuell downloaden / drucken (PDF, ca. 0,5 MB)


 

Professor Reinhard

Brief der DGII an den scheidenden Generalsekretär der DOG
Herrn Professor Dr. Thomas Reinhard

Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen.
Cicero

Lieber Herr Kollege Professor Reinhard,

manchmal sind Veränderungen von einer Natur, dass man inne hält, um die Nachricht und ihre Auswirkungen voll zu erfassen - und sich dann einzugestehen, dass dies nicht leicht fällt. Allzu oft tritt mit einer neuen Situation das Bewusstsein deutlich hervor, privilegiert gewesen zu sein und dieses Privileg für eine Selbstverständlichkeit gehalten zu haben. Was es nie war. Dieser Gedankengang bemächtigt sich uns allen bei der verbreiteten Nachricht und wir werden uns bewusst, welches Privileg es über so lange Zeit gewesen ist, Sie als Generalsekretär der DOG an entscheidender Stelle bei der ältesten medizinischen Fachgesellschaft zu wissen. Sie haben diese Aufgabe nicht nur mit großem Engagement, sondern auch mit einer emotionalen Verbundenheit erfüllt, die einem jedem DOG-Mitglied deutlich gemacht hat, wie viel Herzblut Sie bei dieser Position eingebracht haben.

Im Namen der DGII möchten wir Ihnen für diese enorme Leistung - eine eminent wichtige neben vielen anderen Positionen und Aufgaben, die Sie für und in der ophthalmologischen Community übernommen haben, und für die stets angenehme Art und die Souveränität, die Ihre Markenzeichen sind, sehr herzlich danken. Die DGII weiß die hervorragende Zusammenarbeit mit der DOG außerordentlich zu schätzen - eine freundschaftliche Kooperation, deren Garant Sie waren und sind. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Ophthalmologie in der Öffentlichkeit viel besser wahrgenommen wird, Sie haben zahlreiche Leitlinien auf den Weg gebracht und Sie haben sich in einer manchmal recht harten Diskurskultur behauptet und - durchaus auch im Interesse aller Augenärztinnen und Augenärzte - nicht verbiegen lassen. Dies nur als Andeutung - für eine Aufzählung all Ihrer Verdienste und Leistungen fehlt hier der Raum.

Im Namen aller Mitglieder der DGII und der assoziierten Firmen möchten wir Ihnen für dieses großartige Engagement und Ihren hohen persönlichen Einsatz danken, Ihnen für die "DOG-freie" Zukunft Glück, Gesundheit und Erfolg wünschen - und dürfen Ihnen unsere Freundschaft versichern!

Hochachtungsvoll

Der DGII-Vorstand


 

Corona Virus

Stellungnahme der DGII zur aktuellen Covid 19-Pandemie
Sehen bewahren - und Leben retten!

These are the times that try men's souls.
Thomas Paine

Die Zeiten, die unsere Gesellschaft, unsere Welt zurzeit durchlebt, stellen eine Herausforderung dar, von der niemand erwartet hatte, einmal im Leben damit konfrontiert zu werden. Wie die gesamte Heilkunde wird auch die Ophthalmologie und mit ihr die Ophthalmochirurgie in diesen Tagen reagieren müssen, werden Überlegungen angestellt und Strategien entwickelt werden, die uns allen bislang fremd, gar undenkbar waren.

In den nächsten Tagen und sicherlich Wochen, vielleicht auch Monaten, in denen die Welt unter dem Eindruck der Pandemie durch das neue Coronavirus steht, ist es unsere Verpflichtung, die Kernaufgabe der operativen Augenheilkunde, die Sicherung und meist auch die Verbesserung des Sehvermögens, mehr denn je in Einklang mit der allerwichtigsten Maxime ärztlichen Wirkens zu bringen - dem Retten von Leben.

Noch gibt es Vieles, das wir über das Virus und die von ihm ausgehende Bedrohung nicht wissen. Eines jedoch ist unumstößlich deutlich geworden: die Infektion bedroht in ganz besonderem Maße alte und kranke Menschen; sie machen bislang das Gros der an der Covid 19-Pandemie Gestorbenen aus. Diese Population - ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus - ist indes auch jenes Segment der Bevölkerung, mit dem die operative Augenheilkunde mehr als mit jedem anderen demographischen Kollektiv tagtäglich in Klinik und Praxis zu tun hat. Die DGII hat (auch wenn sie heute viele Felder der Ophthalmochirurgie abdeckt) ihren Schwerpunkt seit der Gründung vor mehr als 30 Jahren in der Kataraktchirurgie. Diese ist auch - mit über 900.000 Eingriffen pro Jahr allein in Deutschland - die häufigste operative Intervention in der modernen Medizin überhaupt. Und diese Patienten stehen fast immer im hohen oder gar sehr hohen Lebensalter.

Diesen Menschen, die nicht nur in den Kliniken, sondern auch in der augenärztlichen Praxis weithin die Mehrheit der ophthalmologisch Betreuten darstellt, gilt unsere besondere Verantwortung. Die Kataraktoperation und mehr noch die Refraktivchirurgie sind elektive Eingriffe. Wir sind stolz auf die damit erzielten Erfolgsraten, doch diese sind jetzt zur Nebensache geworden. Den älteren und den chronisch kranken Menschen gilt es, jeden nicht vital notwendigen Kontakt mit potentiellen Überträgern und Reservoirs von Viren für die nächste Zeit zu ersparen – gemeinsame Krankentransporte, Kontakte mit medizinischem Personal von der Rezeption bis zum Arzt, das Sitzen in Wartezimmer und an Untersuchungsgeräten. Wer sich des engen Kontaktes mit dem Patienten zum Beispiel an der Spaltlampe bewusst ist, mag die potentielle Gefährdung einzuschätzen wissen.

Die DGII empfiehlt daher
- jedwede nicht vital oder quoad visum dringend notwendige Behandlung, Betreuung und Untersuchung von Patienten und ganz speziell von den genannten unter erhöhtem Risiko stehenden Menschen derzeit auszusetzen;
- Kataraktoperationen und andere nicht notwendige Eingriffe wie zum Beispiel die Refraktivchirurgie, Strabismuschirurgie und Glaukomoperationen bei Patienten, bei denen eine medikamentöse IOD-Einstellung möglich ist, momentan nicht durchzuführen oder anzubieten;
- Untersuchungen zu unterlassen, deren Erkenntnisgewinn in keinem Verhältnis zum Gesundheitsrisiko für Patient und Personal steht. Eine IOD-Messung bei einem seit langem betreuten und vom Druck her gut eingestellten Glaukompatienten beispielsweise ist ebenso wenig dringlich wie andere Routinekontrollen;
- als Ophthalmologen und Ophthalmochirurgen für tatsächliche augenärztliche Notfälle – wie beispielsweise u.a. Traumata, Netzhautablösungen, akute Glaukomanfälle - mit allen erforderlichen Optionen und dem bestmöglichen Fachwissen bereit zu stehen;
- die medizinischen Kapazitäten unseres Faches, unserer Kliniken überall dort, wo die Möglichkeiten einer solchen Konversion gegeben sind, für die medizinische Versorgung von an der Covid 19-Infektion Erkrankten zur Verfügung zu stellen und wo immer möglich, Leben zu retten. Vielfach ist es das Leben von Patienten, die wir bereits ophthalmochirurgisch betreut haben oder für die wir dies in Zukunft tun können.

Es kommt jetzt auf uns alle an - wir müssen die richtigen Prioritäten setzen. Die nächsten zwei, drei Wochen werden entscheidend sein. Für unser Fach, für unsere Gesellschaft, für unsere Patienten.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Univ.-Prof. Dr. G. Auffarth
Priv.-Doz. Dr. C. Wirbelauer
Univ.-Prof. Dr. H.B. Dick

 

Bild: _freakwave_ pixabay.com


 

DGII Vorstandwahlen 2020

Auf der 34. Tagung in Mainz wurde der Vorstand der DGII neu, bzw. wiedergewählt. Zum neuer Präsident wurde Herr Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer (Berlin) gewählt. Mit ihm zusammen fungieren der Generalsekretär Herrn Prof. Dr. Gerd U. Auffarth (Heidelberg) und der Schatzmeister Herrn Professor Dr. H. Burkhard Dick (Bochum) als geschäftsführende Vorstand.

DGII-Vorstand in der Übersicht


 

DGII Logo

Stellungnahme der DGII zur Warnung der FDA - Safety Communication -  vor Komplikationen mit dem kornealen Raindrop-Inlay

Die amerikanische Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat am 23. Oktober 2018 eine Meldung bezüglich Sicherheitsbedenken beim Raindrop Near Vision Inlay veröffentlicht. Bei dem Inlay handelt es sich um ein transparentes Hydrogelscheibchen, das zur Verbesserung der Nahseh¬fähig¬keit bei Presbyopen in die Kornea eingesetzt wird. Die FDA hatte dem Produkt der Firma ReVision Optics (die inzwischen unter der Bezeichnung Medical Optics fungiert) vor zwei Jahren für die Indikation Presbyopie die Zulassung erteilt. Das Inlay wird in das nicht-dominante Auge implantiert.

Download der Stellungnahme als PDF


 

DGII Logo

Stellungnahme der DGII zur Betreuung von Patienten mit einem Cypass-Implantat

Die Nachricht vom weltweiten Rückruf des in der minimal-invasiven Glaukomchirurgie (MIGS) eingesetzten Cypass-Mikrostents hat für Verunsicherung gesorgt - bei Augenärzten, die Patienten mit diesem Implantat betreuen, bei Ophthalmochirurgen, die den Cypass bislang eingesetzt haben, und vor allem bei Patienten, bei denen ein solcher augeninnendrucksenkender Mikrostent implantiert wurde. Wir nehmen die Sorgen aller Beteiligten ernst. Daher spricht die DGII in Anlehnung an und in Ergänzung zu der Mitteilung des Herstellers (Alcon) vom 14. September 2018 sowie der jüngsten Empfehlung der FDA* vom 24. Oktober 2018 folgende Empfehlungen aus:

Download der Stellungnahme als PDF


 

DGII Logo

Nobelpreis für den Femtosekundenlaser

Eines der innovativsten und präzisesten Instrumente der operativen Augenheilkunde hat die höchste in der Wissenschaft zu vergebende Ehrung erhalten - oder, besser gesagt, seine Erfinder. Denn der Physiknobelpreis geht in diesem Jahr an die Wegbereiter des Femtosekundenlasers.
 
Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hat am 2. Oktober 2018 bekannt gegeben, dass der diesjährige Nobelpreis in Physik an die Wissenschaftler Arthur Ashkin (USA), Gerard Mourou (Frankreich) und Donna Strickland (Kanada) geht. Sie werden für ihre bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Laserphysik geehrt, durch welche die Laser in der Industrie und besonders in der Medizin zu hochpräzisen Werkzeugen wurden. So entwickelten Donna Strickland und ihr damaliger Doktorvater Gerard Mourou gemeinsam eine Technik, die Laserpulse kürzer und deutlich heller werden lässt. Das führte zur Entwicklung des Femtosekundenlasers, dessen Pulse etwa eine Million Mal kürzer sind als die bis dahin verwendeten Nanosekundenlaser. Die Laser werden hierdurch wesentlich präziser und schonender.

Das ist von ganz besonderem Vorteil in der Augenheilkunde. Der Femtosekundenlaser wird seit etwa 2000 in der refraktiven Chirurgie und in den letzten zehn Jahren zunehmend in der Kataraktchirurgie eingesetzt, bei der durch seine Anwendung die Kapsulotomie (die Eröffnung der Linsenkapsel zu Beginn der Operation des Grauen Stars) von ungeahnter Präzision erfolgen und die bei der herkömmlichen Methode im Auge eingesetzte Ultraschallenergie drastisch reduziert werden kann. Ausdrücklich nennt die Akademie in ihrer Begründung der Verleihung die von Mitgliedern der DGII eingeführte refraktive Methode der small lenticule extraction (Smile), die sich in der operativen Behandlung von Fehlsichtigkeiten schnell bewährt hat und dabei den Nervenplexus in der Hornhaut (im Unterschied zu anderen Verfahren) weitgehend schont.


Trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse haben immer wieder PKV-Patienten Probleme bei der Kostenübernahme für den Eingriff durch ihren Versicherungsträger. Die DGII hofft in diesem Zusammenhang, dass die Nachricht von dem Nobelpreis zu einem besseren Verständnis der innovativen Methode beiträgt.


 

DGII Logo

Stellungnahme der DGII zur weltweiten Rücknahme des Cypass-Microstents

In den letzten Jahren hat sich die minimal-invasive Glaukomchirurgie (MIGS) als eine neue vielversprechende Option in der Therapie des Glaukoms erwiesen, die vielen Patienten zugute kommt, für die bislang keine wirklich adäquate Behandlungsoption bestand. Es handelt sich um Patienten, bei denen ein "größerer" Eingriff (in der Glaukomchirurgie ein relativer Begriff) wie die Trabekulektomie unangemessen erscheint und andererseits die Fortsetzung einer intensivierten pharmakologischen (Tropf)Therapie als nicht aussichtsreich genug errscheint, um den Untergang retinaler Ganglienzellen und damit das Fortschreiten der visuellen Funktion aufzuhalten. Mit MIGS wird eine moderate Senkung des Augeninnendrucks (IOD) erzielt; für eine ausgeprägte IOD-Reduktion kommt allenfalls ein subkonjunktivaler Abfluss in Betracht (z.B. XEN-Stent in Kombination mit Mitomycin C).

Download der Stellungnahme als PDF


 

DGII Logo

Die Femto-Katarakt (LCS) in den drei Kostenträgern

Ein wichtiges Essay von RA Michael Zach (Kanzlei für Medizinrecht, Mönchengladbach)

mit freundlicher Unterstützung des AUGENSPIEGELS (MediaWelt GmbH, Ratingen)

Download des Artikels als als PDF


 

DGII Logo

DGII empfiehlt die neue europäische Zertifizierung FEBOS-CR für Spezialisten in der Katarakt- und Refraktivchirurgie

Die Operation der Katarakt und die operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten, die refraktive Chirurgie, stellen heutzutage die häufigsten Eingriffe in der Augenheilkunde dar. Die Kataraktoperation ist sogar die am meisten durchgeführte Intervention in der gesamten Medizin. Beides sind Schwerpunkte in Forschung und Patientenversorgung der Mitglieder der DGII.
Zu Beginn des Jahres hatten zwei führende Fachgesellschaften in der Augenmedizin, das EBO (European Board of Ophthalmology) und die ESCRS (European Society for Cataract and Refractive Surgery) angekündigt, dass auf die Operation des Grauen Stars sowie auf refraktive Chirurgie spezialisierte Augenchirurgen ihre hohe Qualifikation mit einem neu geschaffenen Diplom belegen mögen. Um dieses Diplom zu erhalten ist neben einer umfassenden chirurgischen Erfahrung sowie einer geforderten Zahl von wissenschaftlichen Publikationen auf diesen beiden ophthalmologischen Spezialgebieten auch die Ablegung einer schriftlichen und mündlichen Prüfung vor einem von den beiden Gesellschaften bestimmten Expertengremium notwendig. Während des ESCRS-Kongresses in Lissabon wurde diese Prüfung nun erstmals abgehalten. Von 33 Kandidaten, die aufgrund der hohen Anforderungen überhaupt nur zugelassen wurden, bestanden lediglich 15 Augenspezialisten dieses Examen - davon zwei aus Deutschland: Professor Dick, Präsident der DGII und AECOS, und der Münchener Operateur Dr. Tobias Neuhann. "Selbst für einen Spezialisten", so erklärte der Klinikdirektor der Universitäts-Augenklinik erleichtert und erfreut angesichts des Diploms mit der Bezeichnung FEBOS-CR (Fellow of the European Board of Ophthalmology Subspecialty Diploma for Cataract and Refractive surgery), "war die Prüfung anspruchsvoll. Aber das ist auch gut so: Wir müssen kontinuierlich an uns arbeiten, um unseren Patienten die bestmögliche Versorgung angedeihen zu lassen." Dick wird als Präsident der DGII zusammen mit Herrn Tagungspräsidenten Professor Pillunat im Februar 2018 den von Augenchirurgen aus zahlreichen Ländern besuchten Kongress der Fachgesellschaft in Dresden leiten.

DGII Vizepräsident Professor Auffarth fügte an, dass die deutsche Fachgesellschaft für Katarakt- und Refraktivchirurgie DGII ihre Mitglieder bestärkt und unterstützt, sich bei Vorliegen der Voraussetzungen diesem Examen bei Wunsch zu unterziehen. "Die Entwicklung in der Augenchirurgie schreitet in einem derart rasanten Tempo voran“, berichtet Auffarth und ergänzt: "Verfahren und Indikationsprofile gerade in der refraktiven Chirurgie werden immer komplexer. Vom Operateur sollte erwartet werden, dass er oder sie damit Schritt halten kann - Stillstand bedeutet in der heutigen Medizin mehr denn je Rückschritt."


 

DGII Logo

Positionierungspapier der DGII

Positionierung der DGII zur Stellungnahme „Abrechnung einer Katarakt-Operationen mit dem Femtosekundenlaser“ des PKV-Verbands vom 22. Juni 2017

Download als PDF


 

 

DGII Logo

Stellungname der DGII zum Avellino Gen Test

Die Avellino Laboratory Inc. hat jüngst einen neuen Test zum Gennachweis eingeführt, das sog. Avellino Gene Detection System (AGDS).
 
Dieser Test ermöglicht die Identifizierung einiger Mutationen, die im Zusammenhang.....
weiterlesen


Download Stellungnahme (PDF, 160 kb)


 

DGII unterstützt ESCRS Endophthalmitis Registry

Die Endophthalmitis ist eine schwerwiegende Komplikation bei Kataraktextraktionen, die jeder Ophthalmochirurg - und Patient - vermeiden möchte. Ohne genau um das Wie, Wann oder Warum eines wirksamen prophylaktischen Eingriffs zu wissen, folgt heutzutage nahezu jeder Chirurg dem Versorgungsstandard, bestehend aus Antisepsis und Antibiotika (1).
Obwohl die Kataraktchirurgie zu den weltweit am häufigsten durchgeführten Chirurgieverfahren zählt, war es nahezu unmöglich, angesichts der umfangreichen Patientenzahlen, die zur Durchführung klinischer Studien benötigt werden, Daten zu erheben, um die wirksamsten Prophylaxemaßnahmen zu definieren (1).
Um in Zukunft genauere Aussagen zu geeigneten Prophylaxemaßnahmen, basierend auf Daten von möglichst vielen Fällen, treffen zu können, hat die ESCRS unter https://www.endophthalmitisregistry.com eine Web-Plattform etabliert, die jeder Ophthalmochirurg, der Katarakte operiert oder intraokulare Injektionen verabreicht, kostenlos nutzen kann.
Der Vorstand der DGII begrüßt ausdrücklich die Initiative der ESCRS und es wäre hilfreich, wenn möglichst viele Ophthalmochirurgen teilnehmen und ihre Daten zur Verfügung stellen würden.

Quelle:
1. Empfehlungen der ESCRS zurPrävention und Therapie der Endophthalmitis
Nach der Kataraktextraktion: Daten, Dilemmata und Schlussfolgerungen 2013, ESCRS


 

Cookies auf dieser Website
Um unsere Internetseite optimal für Sie zu gestalten und fortlaufend zu optimieren verwendet diese Website Cookies
Benötigt:
+
Funktional:
+