Willkommen bei der Deutschsprachigen Gesellschaft für
Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII)

Die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII)  wurde im Jahr 1986 als europäische, deutschsprachige Gesellschaft von Katarakt- und refraktiven Chirurgen gegründet.

Die DGII fördert als gemeinnütziger Verein die wissenschaftliche und praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der intraokularen Implantation von Linsen sowie der Katarakt- und refraktiven Chirurgie des Auges durch Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen und durch Anregungen wissenschaftlicher Arbeiten. 

Die DGII hat auch zum Ziel, über die Doppelmitgliedschaft in der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) internationale Kontakte zu vertiefen. Dank des Engagements der Europäer gelang es, ab 1996 gleichberechtigt mit den US-Amerikanern die auflagenstärkste ophthalmochirurgische wissenschaftliche Zeitschrift, das Journal of Cataract and Refractive Surgery (Impact Factor 2.285 im Jahr 2008) herauszugeben.

 

 

 

 

 

Neuigkeiten

DGII Aktuell

September 2021

Vorankündigung DGII-Kongress 2022
Vorbereitungen zum DGII-Kongress in Präsenz
Neues Vorstandsmitglied der DGII
Neue fs-Laser-Technologie in der refraktiven Hornhautchirurgie
Vivity-IOL als nicht diffraktive wavefront-shaping Intraokularlinse mit erweitertem Sichtbereich
IOL-Berechnung bei hoher Hyperopie – noch immer ein Schreckgespenst?
SmartLOAD: Preloaded IOL mit umwelt- freundlichem Implantationssystem
Die Maske als Risikofaktor der Post-IVOM-Endophthalmitis?
DGII-Preisträger 2021

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DGII Kongresstermine 2022 - 2023 terminiert:

36. Kongress der DGII 2022 vom 10. - 12. Februar 2022 in Dortmund

37. Kongress der DGII 2023 vom 02. - 04. März 2023 in Weimar

 

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Nachruf an Prof. Dr. Gottfried Otto Helmut Naumann
(*25. April 1935 Wiesbaden; †5. Juni 2021 Erlangen)

Mit großer Bestürzung hat der DGII-Vorstand vom Tod von Prof. Naumann, einem Gründungsmitglied der 1986 ins Leben gerufenen DGII, erfahren!

Mit Prof. Dr. Nauman hat uns eine der so seltenen wissenschaftlichen Persönlichkeiten verlassen, die unsere größte Hochachtung und Verehrung verdient. In der Ophthalmologie zählte er zu den wenigen Koryphäen, die trotz all ihrem großen Erfolg und ihrer herausragenden Leistungen menschlich geblieben sind. Naumann kann als Sinnbild der deutschen Ophthalmologie seiner Zeit verstanden werden, denn er hatte all das, was ein Ordinarius braucht, um in die Geschichte der Augenheilkunde einzugehen.

Prof. Dr. Gottfried Otto Helmut Naumann, der von seinem Umfeld freundschaftlich „Fritz“ genannt wurde, war in erster Linie ein Mensch, auf den man sich stets verlassen konnte. Er ging mit allen, die ihm in seinem Leben begegnet sind, höchst vertrauensvoll um. Neudeutsch könnte man Naumanns Philosophie mit „underpromise, overdeliver“ beschreiben. Naumann war ein weltweit höchst geschätzter, exzellenter Lehrer, der seinen Studenten und MitarbeiterInnen eher ein väterlicher Freund, denn ein strenger Lehrmeister war. Sein ganz eigener, fast schon liebevoller Umgang mit seinen Zöglingen trug reiche Früchte: Naumanns Lehrstuhl galt als „Exzellenz-Schmiede“, es gingen über 20 Habilitanden aus seiner Schule hervor, die zum Großteil heute an renommierten Kliniken in leitenden Funktionen tätig sind.

Es ist schier unmöglich alle seine Leistungen, Ehrungen und sein Lebenswerk auflisten. Das, was von Naumann bleibt, ist ein enormer ophthalmologischer Schatz, den es zu bewahren und würdigen gilt. Sein besonderer Forschungsschwerpunkt galt der Histopathologie des Auges. Mit seinem 1980 veröffentlichten, zunächst ein- und später zweibändigem Meisterwerk zur „Pathologie des Auges“, hat Naumann einen Almanach der Histopathologie geschaffen, der auch heute noch als Standardwerk gilt und ins Englische und Japanische übersetzt wurde. Auch sein histopathologisches Labor an der Universitäts-Augenklinik Erlangen genoss höchsten internationalen Ruf.

Wer auch immer Verfasser dieses Gedichtes war, er spricht uns aus der Seele:
„Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses Blatt allein, war Teil von unserem Leben, drum wird dies Blatt allein, uns immer wieder fehlen.“
„Fritz“ Naumann wird der Ophthalmologie fehlen. Er wird uns fehlen.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen Angehörigen.

Der DGII-Vorstand

 

 

35. Kongress der DGII 2021 vom 25. - 27. Februar 2021 in Dortmund

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Es ist mir eine Ehre und eine Freude, Sie zur 35. DGII in Dortmund begrüßen zu dürfen. Die Tagung wird – wie schon 2017 – im
Kongresszentrum Westfalenhallen stattfinden.
Der Vorstand der DGII, das Team der Castroper Augenklinik, die Lokalmatadore vom Johannes-Hospital um Prof. Kohlhaas und ich freuen uns sehr, Sie in der alten Hansestadt und Metropole Westfalens, Dortmund, zu sehen.

War Dortmund berühmt für Kohle, Stahl und Bier, so sind heute Dienstleistungen und Hochtechnologie, insbesondere auch im Bereich Medizintechnik, Motor des Fortschritts.

Die DGII als spezialisierte Fachgesellschaft wird auch in diesem Jahr die Belange der Katarakt- und refraktiven Chirurgie breit abdecken, dabei natürlich auch die Kornea-, vitreoretinale und die Glaukomchirurgie ausführlich würdigen.
Besonderer Schwerpunkt wird die Individualisierung der Augenchirurgie sein. Innovationen im Bereich der Vorderabschnittsdiagnostik, individuelle Intraokularlinsen-Lösungen, Presbyopie-Behandlung und die Femtosekundenlasertechnik für Linse und Kornea sind Bausteine der immer feiner werdenden individuellen Versorgung unserer Patienten.

Freuen Sie sich bereits jetzt auf zahlreiche bekannte und besonders kompetente Referenten aus dem In- und Ausland. COVID19- bedingt könnten sich natürlich kurzfristige Änderungen ergeben (siehe auch spezielles Vorwort des Vorstandes zum
Thema Covid-19 und DGII Kongress).

Besonderen Wert legen wir auf das breite und hochkarätig besetzte Kursangebot, das sich nicht nur an Assistenz- und Fachärzte, sondern auch an die OP-Pflege richtet. Die Kurse werden kontinuierlich weiterentwickelt und aktuellen Trends angepasst. Viele Kurse sind bereits sehr früh ausgebucht – der frühe Vogel fängt den Wurm!

Wie auch die heutige Augenheilkunde, war auch der Bergbau zwischen Dortmund und Castrop gerade in diesem Grubenfeld (Zechen Adolf von Hansemann und Graf Schwerin) stark vernetzt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gesundheit und Glück und
hoffe, Sie trotz COVID-19 möglichst zahlreich im „Westfälischen Steinkohlerevier“ wiederzusehen.

Glück Auf!

Dr. Peter Hoffmann
Tagungspräsident

Tagungshomepage

Tagungsanmeldung

Download des Tagungsprogramms als pdf

 

 

 

Nachruf auf Professor Dr. Gernot Duncker aus Halle

Mit großer Bestürzung hat der DGII-Vorstand die Nachricht über den Tod von Professor Dr. Gernot Duncker aus Halle an der Saale erhalten!

Wir trauern alle um einen sehr geschätzten Kollegen und sprechen der Familie und den Freunden unser tiefstes Mitgefühl aus.

Herr Professor Duncker wurde in Berlin geboren, er studierte Medizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und begann dann seine Ausbildung zum Augenarzt an der Universitäts-Augenklinik Kiel. An die Facharztausbildung schlossen sich die Oberarzttätigkeit und schließlich die Habilitation an. Er baute die Kornea-Bank Kiel auf, leitete sie und förderte auf diese Weise die Spezialisierung im Bereich der Transplantations- und refraktiven Chirurgie in Kiel. Es erfolgten dort auch die Ernennung zum Leitenden Oberarzt und stellvertretenden Direktor der Klinik für Ophthalmologie der Universität Kiel.

Herr Professor Duncker war ein DGII-Mitglied der ersten Stunde und trat dem Verein schon im Gründungsjahr 1986 bei. Er war von 1994 bis 1998 Sekretär der DGII. 1997 wurde er zum Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg berufen und ernannt. 1998 richtete er den 12. Kongress der DGII in Halle als Tagungspräsident aus. 2006 bis 2007 war er Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft. Er war langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Hornhautbanken und seit 2001 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Seit 2011 arbeitete er in der Niederlassung am Standort Halle am Aufbau und an der Etablierung des Instituts für Augenheilkunde.

Die DGII ehrte Herrn Prof. Duncker 2015 mit dem Hoya/DGII-Wissenschaftspreis für seine jahrzehntelange Forschung, seine Publikationen und Arbeiten im Bereich der refraktiven Hornhautchirurgie, der Transplantationschirurgie der Hornhaut und für seine Beiträge zum Hornhaut-Banking. Er war sowohl als Vorstandsmitglied und Sekretär als auch als Vortragender und Kursleiter über viele Jahre der DGII verbunden.

Es ist schwer, tröstende Worte zu finden, wenn sich ein Mensch, der uns einen Teil unseres Weges begleitet hat, für immer verabschiedet.

Wir werden Herrn Professor Duncker stets in guter Erinnerung behalten.

Der DGII-Vorstand

Bild: ©MVZ Augenheilkunde Mitteldeutschland GmbH

 

 

DGII Aktuell

Februar 2021

- Ansprache des DGII-Präsidenten zum Kongress 2021 in Dortmund
- Highlights DGII 2021
- Schwind Atos mit SmartSight
- Vivior-Monitor: Objektive Daten für die Wahl der bestmöglichen IOL
- LuxSmart looks smart: Die neue Monofokal+ IOL mit erweiterter Tiefenschärfe
- XL-Optik als Routine im Alltag der Kataraktchirurgie?
- Wiederherstellung des Sehvermögens bei altersbedingter Makuladegeneration im Spätstadium

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DGII Umfrage 2021 und Ergebnisse 2019

Intraokulare Operationen im Jahr 2020:
Aktuellen Umfrage von DGII, DOG, BVA und BDOC

Download Umfrage als PDF
Download Anschreiben Umfrage als PDF
Ergebnisse der DGII Umfrage 2019

 

 

DGII Aktuell

September 2020

- 35. Kongress der DGII 2021 vom 25. – 27. Februar 2021 in Dortmund
- Ansprache des Tagungspräsidenten zum Kongress 2021
- Silikon-Irisprothese zur Pupillenrekonstruktion
- Vereinfachung der Sklerafixation – die neue Carlevale-IOL
- Brolucizumab – eine neue Therapieoption bei neovaskulärer AMD
- 3D und intraoperatives OCT mit dem Artevo 800: Ein Erfahrungsbericht
- Pentacam AXL Wave: Eine für Alles
- DGII-Preisträger 2020
- Mitglied in der DGII werden

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Professor Reinhard

Brief der DGII an den scheidenden Generalsekretär der DOG
Herrn Professor Dr. Thomas Reinhard

Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen.
Cicero

Lieber Herr Kollege Professor Reinhard,

manchmal sind Veränderungen von einer Natur, dass man inne hält, um die Nachricht und ihre Auswirkungen voll zu erfassen - und sich dann einzugestehen, dass dies nicht leicht fällt. Allzu oft tritt mit einer neuen Situation das Bewusstsein deutlich hervor, privilegiert gewesen zu sein und dieses Privileg für eine Selbstverständlichkeit gehalten zu haben. Was es nie war. Dieser Gedankengang bemächtigt sich uns allen bei der verbreiteten Nachricht und wir werden uns bewusst, welches Privileg es über so lange Zeit gewesen ist, Sie als Generalsekretär der DOG an entscheidender Stelle bei der ältesten medizinischen Fachgesellschaft zu wissen. Sie haben diese Aufgabe nicht nur mit großem Engagement, sondern auch mit einer emotionalen Verbundenheit erfüllt, die einem jedem DOG-Mitglied deutlich gemacht hat, wie viel Herzblut Sie bei dieser Position eingebracht haben.

Im Namen der DGII möchten wir Ihnen für diese enorme Leistung - eine eminent wichtige neben vielen anderen Positionen und Aufgaben, die Sie für und in der ophthalmologischen Community übernommen haben, und für die stets angenehme Art und die Souveränität, die Ihre Markenzeichen sind, sehr herzlich danken. Die DGII weiß die hervorragende Zusammenarbeit mit der DOG außerordentlich zu schätzen - eine freundschaftliche Kooperation, deren Garant Sie waren und sind. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Ophthalmologie in der Öffentlichkeit viel besser wahrgenommen wird, Sie haben zahlreiche Leitlinien auf den Weg gebracht und Sie haben sich in einer manchmal recht harten Diskurskultur behauptet und - durchaus auch im Interesse aller Augenärztinnen und Augenärzte - nicht verbiegen lassen. Dies nur als Andeutung - für eine Aufzählung all Ihrer Verdienste und Leistungen fehlt hier der Raum.

Im Namen aller Mitglieder der DGII und der assoziierten Firmen möchten wir Ihnen für dieses großartige Engagement und Ihren hohen persönlichen Einsatz danken, Ihnen für die "DOG-freie" Zukunft Glück, Gesundheit und Erfolg wünschen - und dürfen Ihnen unsere Freundschaft versichern!

Hochachtungsvoll

Der DGII-Vorstand


 

Corona Virus

Stellungnahme der DGII zur aktuellen Covid 19-Pandemie
Sehen bewahren - und Leben retten!

These are the times that try men's souls.
Thomas Paine

Die Zeiten, die unsere Gesellschaft, unsere Welt zurzeit durchlebt, stellen eine Herausforderung dar, von der niemand erwartet hatte, einmal im Leben damit konfrontiert zu werden. Wie die gesamte Heilkunde wird auch die Ophthalmologie und mit ihr die Ophthalmochirurgie in diesen Tagen reagieren müssen, werden Überlegungen angestellt und Strategien entwickelt werden, die uns allen bislang fremd, gar undenkbar waren.

In den nächsten Tagen und sicherlich Wochen, vielleicht auch Monaten, in denen die Welt unter dem Eindruck der Pandemie durch das neue Coronavirus steht, ist es unsere Verpflichtung, die Kernaufgabe der operativen Augenheilkunde, die Sicherung und meist auch die Verbesserung des Sehvermögens, mehr denn je in Einklang mit der allerwichtigsten Maxime ärztlichen Wirkens zu bringen - dem Retten von Leben.

Noch gibt es Vieles, das wir über das Virus und die von ihm ausgehende Bedrohung nicht wissen. Eines jedoch ist unumstößlich deutlich geworden: die Infektion bedroht in ganz besonderem Maße alte und kranke Menschen; sie machen bislang das Gros der an der Covid 19-Pandemie Gestorbenen aus. Diese Population - ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus - ist indes auch jenes Segment der Bevölkerung, mit dem die operative Augenheilkunde mehr als mit jedem anderen demographischen Kollektiv tagtäglich in Klinik und Praxis zu tun hat. Die DGII hat (auch wenn sie heute viele Felder der Ophthalmochirurgie abdeckt) ihren Schwerpunkt seit der Gründung vor mehr als 30 Jahren in der Kataraktchirurgie. Diese ist auch - mit über 900.000 Eingriffen pro Jahr allein in Deutschland - die häufigste operative Intervention in der modernen Medizin überhaupt. Und diese Patienten stehen fast immer im hohen oder gar sehr hohen Lebensalter.

Diesen Menschen, die nicht nur in den Kliniken, sondern auch in der augenärztlichen Praxis weithin die Mehrheit der ophthalmologisch Betreuten darstellt, gilt unsere besondere Verantwortung. Die Kataraktoperation und mehr noch die Refraktivchirurgie sind elektive Eingriffe. Wir sind stolz auf die damit erzielten Erfolgsraten, doch diese sind jetzt zur Nebensache geworden. Den älteren und den chronisch kranken Menschen gilt es, jeden nicht vital notwendigen Kontakt mit potentiellen Überträgern und Reservoirs von Viren für die nächste Zeit zu ersparen – gemeinsame Krankentransporte, Kontakte mit medizinischem Personal von der Rezeption bis zum Arzt, das Sitzen in Wartezimmer und an Untersuchungsgeräten. Wer sich des engen Kontaktes mit dem Patienten zum Beispiel an der Spaltlampe bewusst ist, mag die potentielle Gefährdung einzuschätzen wissen.

Die DGII empfiehlt daher
- jedwede nicht vital oder quoad visum dringend notwendige Behandlung, Betreuung und Untersuchung von Patienten und ganz speziell von den genannten unter erhöhtem Risiko stehenden Menschen derzeit auszusetzen;
- Kataraktoperationen und andere nicht notwendige Eingriffe wie zum Beispiel die Refraktivchirurgie, Strabismuschirurgie und Glaukomoperationen bei Patienten, bei denen eine medikamentöse IOD-Einstellung möglich ist, momentan nicht durchzuführen oder anzubieten;
- Untersuchungen zu unterlassen, deren Erkenntnisgewinn in keinem Verhältnis zum Gesundheitsrisiko für Patient und Personal steht. Eine IOD-Messung bei einem seit langem betreuten und vom Druck her gut eingestellten Glaukompatienten beispielsweise ist ebenso wenig dringlich wie andere Routinekontrollen;
- als Ophthalmologen und Ophthalmochirurgen für tatsächliche augenärztliche Notfälle – wie beispielsweise u.a. Traumata, Netzhautablösungen, akute Glaukomanfälle - mit allen erforderlichen Optionen und dem bestmöglichen Fachwissen bereit zu stehen;
- die medizinischen Kapazitäten unseres Faches, unserer Kliniken überall dort, wo die Möglichkeiten einer solchen Konversion gegeben sind, für die medizinische Versorgung von an der Covid 19-Infektion Erkrankten zur Verfügung zu stellen und wo immer möglich, Leben zu retten. Vielfach ist es das Leben von Patienten, die wir bereits ophthalmochirurgisch betreut haben oder für die wir dies in Zukunft tun können.

Es kommt jetzt auf uns alle an - wir müssen die richtigen Prioritäten setzen. Die nächsten zwei, drei Wochen werden entscheidend sein. Für unser Fach, für unsere Gesellschaft, für unsere Patienten.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Univ.-Prof. Dr. G. Auffarth
Priv.-Doz. Dr. C. Wirbelauer
Univ.-Prof. Dr. H.B. Dick

 

Bild: _freakwave_ pixabay.com


 

DGII Vorstandwahlen 2020

Auf der 34. Tagung in Mainz wurde der Vorstand der DGII neu, bzw. wiedergewählt. Zum neuer Präsident wurde Herr Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer (Berlin) gewählt. Mit ihm zusammen fungieren der Generalsekretär Herrn Prof. Dr. Gerd U. Auffarth (Heidelberg) und der Schatzmeister Herrn Professor Dr. H. Burkhard Dick (Bochum) als geschäftsführende Vorstand.

DGII-Vorstand in der Übersicht


 

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Stellungnahme der DGII zur Warnung der FDA - Safety Communication -  vor Komplikationen mit dem kornealen Raindrop-Inlay

Die amerikanische Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat am 23. Oktober 2018 eine Meldung bezüglich Sicherheitsbedenken beim Raindrop Near Vision Inlay veröffentlicht. Bei dem Inlay handelt es sich um ein transparentes Hydrogelscheibchen, das zur Verbesserung der Nahseh¬fähig¬keit bei Presbyopen in die Kornea eingesetzt wird. Die FDA hatte dem Produkt der Firma ReVision Optics (die inzwischen unter der Bezeichnung Medical Optics fungiert) vor zwei Jahren für die Indikation Presbyopie die Zulassung erteilt. Das Inlay wird in das nicht-dominante Auge implantiert.

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Stellungnahme der DGII zur Betreuung von Patienten mit einem Cypass-Implantat

Die Nachricht vom weltweiten Rückruf des in der minimal-invasiven Glaukomchirurgie (MIGS) eingesetzten Cypass-Mikrostents hat für Verunsicherung gesorgt - bei Augenärzten, die Patienten mit diesem Implantat betreuen, bei Ophthalmochirurgen, die den Cypass bislang eingesetzt haben, und vor allem bei Patienten, bei denen ein solcher augeninnendrucksenkender Mikrostent implantiert wurde. Wir nehmen die Sorgen aller Beteiligten ernst. Daher spricht die DGII in Anlehnung an und in Ergänzung zu der Mitteilung des Herstellers (Alcon) vom 14. September 2018 sowie der jüngsten Empfehlung der FDA* vom 24. Oktober 2018 folgende Empfehlungen aus:

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Nobelpreis für den Femtosekundenlaser

Eines der innovativsten und präzisesten Instrumente der operativen Augenheilkunde hat die höchste in der Wissenschaft zu vergebende Ehrung erhalten - oder, besser gesagt, seine Erfinder. Denn der Physiknobelpreis geht in diesem Jahr an die Wegbereiter des Femtosekundenlasers.
 
Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hat am 2. Oktober 2018 bekannt gegeben, dass der diesjährige Nobelpreis in Physik an die Wissenschaftler Arthur Ashkin (USA), Gerard Mourou (Frankreich) und Donna Strickland (Kanada) geht. Sie werden für ihre bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Laserphysik geehrt, durch welche die Laser in der Industrie und besonders in der Medizin zu hochpräzisen Werkzeugen wurden. So entwickelten Donna Strickland und ihr damaliger Doktorvater Gerard Mourou gemeinsam eine Technik, die Laserpulse kürzer und deutlich heller werden lässt. Das führte zur Entwicklung des Femtosekundenlasers, dessen Pulse etwa eine Million Mal kürzer sind als die bis dahin verwendeten Nanosekundenlaser. Die Laser werden hierdurch wesentlich präziser und schonender.

Das ist von ganz besonderem Vorteil in der Augenheilkunde. Der Femtosekundenlaser wird seit etwa 2000 in der refraktiven Chirurgie und in den letzten zehn Jahren zunehmend in der Kataraktchirurgie eingesetzt, bei der durch seine Anwendung die Kapsulotomie (die Eröffnung der Linsenkapsel zu Beginn der Operation des Grauen Stars) von ungeahnter Präzision erfolgen und die bei der herkömmlichen Methode im Auge eingesetzte Ultraschallenergie drastisch reduziert werden kann. Ausdrücklich nennt die Akademie in ihrer Begründung der Verleihung die von Mitgliedern der DGII eingeführte refraktive Methode der small lenticule extraction (Smile), die sich in der operativen Behandlung von Fehlsichtigkeiten schnell bewährt hat und dabei den Nervenplexus in der Hornhaut (im Unterschied zu anderen Verfahren) weitgehend schont.


Trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse haben immer wieder PKV-Patienten Probleme bei der Kostenübernahme für den Eingriff durch ihren Versicherungsträger. Die DGII hofft in diesem Zusammenhang, dass die Nachricht von dem Nobelpreis zu einem besseren Verständnis der innovativen Methode beiträgt.


 

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Stellungnahme der DGII zur weltweiten Rücknahme des Cypass-Microstents

In den letzten Jahren hat sich die minimal-invasive Glaukomchirurgie (MIGS) als eine neue vielversprechende Option in der Therapie des Glaukoms erwiesen, die vielen Patienten zugute kommt, für die bislang keine wirklich adäquate Behandlungsoption bestand. Es handelt sich um Patienten, bei denen ein "größerer" Eingriff (in der Glaukomchirurgie ein relativer Begriff) wie die Trabekulektomie unangemessen erscheint und andererseits die Fortsetzung einer intensivierten pharmakologischen (Tropf)Therapie als nicht aussichtsreich genug errscheint, um den Untergang retinaler Ganglienzellen und damit das Fortschreiten der visuellen Funktion aufzuhalten. Mit MIGS wird eine moderate Senkung des Augeninnendrucks (IOD) erzielt; für eine ausgeprägte IOD-Reduktion kommt allenfalls ein subkonjunktivaler Abfluss in Betracht (z.B. XEN-Stent in Kombination mit Mitomycin C).

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Die Femto-Katarakt (LCS) in den drei Kostenträgern

Ein wichtiges Essay von RA Michael Zach (Kanzlei für Medizinrecht, Mönchengladbach)

mit freundlicher Unterstützung des AUGENSPIEGELS (MediaWelt GmbH, Ratingen)

Download des Artikels als als PDF


 

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DGII empfiehlt die neue europäische Zertifizierung FEBOS-CR für Spezialisten in der Katarakt- und Refraktivchirurgie

Die Operation der Katarakt und die operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten, die refraktive Chirurgie, stellen heutzutage die häufigsten Eingriffe in der Augenheilkunde dar. Die Kataraktoperation ist sogar die am meisten durchgeführte Intervention in der gesamten Medizin. Beides sind Schwerpunkte in Forschung und Patientenversorgung der Mitglieder der DGII.
Zu Beginn des Jahres hatten zwei führende Fachgesellschaften in der Augenmedizin, das EBO (European Board of Ophthalmology) und die ESCRS (European Society for Cataract and Refractive Surgery) angekündigt, dass auf die Operation des Grauen Stars sowie auf refraktive Chirurgie spezialisierte Augenchirurgen ihre hohe Qualifikation mit einem neu geschaffenen Diplom belegen mögen. Um dieses Diplom zu erhalten ist neben einer umfassenden chirurgischen Erfahrung sowie einer geforderten Zahl von wissenschaftlichen Publikationen auf diesen beiden ophthalmologischen Spezialgebieten auch die Ablegung einer schriftlichen und mündlichen Prüfung vor einem von den beiden Gesellschaften bestimmten Expertengremium notwendig. Während des ESCRS-Kongresses in Lissabon wurde diese Prüfung nun erstmals abgehalten. Von 33 Kandidaten, die aufgrund der hohen Anforderungen überhaupt nur zugelassen wurden, bestanden lediglich 15 Augenspezialisten dieses Examen - davon zwei aus Deutschland: Professor Dick, Präsident der DGII und AECOS, und der Münchener Operateur Dr. Tobias Neuhann. "Selbst für einen Spezialisten", so erklärte der Klinikdirektor der Universitäts-Augenklinik erleichtert und erfreut angesichts des Diploms mit der Bezeichnung FEBOS-CR (Fellow of the European Board of Ophthalmology Subspecialty Diploma for Cataract and Refractive surgery), "war die Prüfung anspruchsvoll. Aber das ist auch gut so: Wir müssen kontinuierlich an uns arbeiten, um unseren Patienten die bestmögliche Versorgung angedeihen zu lassen." Dick wird als Präsident der DGII zusammen mit Herrn Tagungspräsidenten Professor Pillunat im Februar 2018 den von Augenchirurgen aus zahlreichen Ländern besuchten Kongress der Fachgesellschaft in Dresden leiten.

DGII Vizepräsident Professor Auffarth fügte an, dass die deutsche Fachgesellschaft für Katarakt- und Refraktivchirurgie DGII ihre Mitglieder bestärkt und unterstützt, sich bei Vorliegen der Voraussetzungen diesem Examen bei Wunsch zu unterziehen. "Die Entwicklung in der Augenchirurgie schreitet in einem derart rasanten Tempo voran“, berichtet Auffarth und ergänzt: "Verfahren und Indikationsprofile gerade in der refraktiven Chirurgie werden immer komplexer. Vom Operateur sollte erwartet werden, dass er oder sie damit Schritt halten kann - Stillstand bedeutet in der heutigen Medizin mehr denn je Rückschritt."


 

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Positionierungspapier der DGII

Positionierung der DGII zur Stellungnahme „Abrechnung einer Katarakt-Operationen mit dem Femtosekundenlaser“ des PKV-Verbands vom 22. Juni 2017

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DGII Mitglied werden

Die DGII wurde im Jahre 1986 in Gießen gegründet. Seitdem ist die Mitgliederzahl konstant auf über 600 Mitglieder angestiegen.

 

Antrag auf Mitgliedschaft

Weitere Informationen

 


 


 

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Stellungname der DGII zum Avellino Gen Test

Die Avellino Laboratory Inc. hat jüngst einen neuen Test zum Gennachweis eingeführt, das sog. Avellino Gene Detection System (AGDS).
 
Dieser Test ermöglicht die Identifizierung einiger Mutationen, die im Zusammenhang.....
weiterlesen


Download Stellungnahme (PDF, 160 kb)


 

DGII unterstützt ESCRS Endophthalmitis Registry

Die Endophthalmitis ist eine schwerwiegende Komplikation bei Kataraktextraktionen, die jeder Ophthalmochirurg - und Patient - vermeiden möchte. Ohne genau um das Wie, Wann oder Warum eines wirksamen prophylaktischen Eingriffs zu wissen, folgt heutzutage nahezu jeder Chirurg dem Versorgungsstandard, bestehend aus Antisepsis und Antibiotika (1).
Obwohl die Kataraktchirurgie zu den weltweit am häufigsten durchgeführten Chirurgieverfahren zählt, war es nahezu unmöglich, angesichts der umfangreichen Patientenzahlen, die zur Durchführung klinischer Studien benötigt werden, Daten zu erheben, um die wirksamsten Prophylaxemaßnahmen zu definieren (1).
Um in Zukunft genauere Aussagen zu geeigneten Prophylaxemaßnahmen, basierend auf Daten von möglichst vielen Fällen, treffen zu können, hat die ESCRS unter https://www.endophthalmitisregistry.com eine Web-Plattform etabliert, die jeder Ophthalmochirurg, der Katarakte operiert oder intraokulare Injektionen verabreicht, kostenlos nutzen kann.
Der Vorstand der DGII begrüßt ausdrücklich die Initiative der ESCRS und es wäre hilfreich, wenn möglichst viele Ophthalmochirurgen teilnehmen und ihre Daten zur Verfügung stellen würden.

Quelle:
1. Empfehlungen der ESCRS zurPrävention und Therapie der Endophthalmitis
Nach der Kataraktextraktion: Daten, Dilemmata und Schlussfolgerungen 2013, ESCRS


 

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