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HOYA/DGII-Wissenschaftspreis

Der Wissenschaftspreis würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen eines deutschsprachigen Wissenschaftlers. Er wurde erstmals während des 23. Kongresses der DGII in München im Jahr 2009 verliehen.

Preisträger

- Prof. Rudy M.M.A. Nuijts (2014)

- Prof. Dr. D. T. Pham, Berlin (2013)

- Prof. Dr. Thomas Neuhann (2012)

- Prof. Dr. Rupert M. Menapace (2011)

- Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Theo Seiler (2010)

- Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Diplom-Physiker Wolfgang Haigis (2009)

 


Preisträger 2012:
Prof. Dr. med. Thomas Neuhann

Laudatio
Prof. Dr. T. Kohnen
Präsident der DGII

Prof. Neuhann absolvierte sein Medizinstudium in München und Lausanne. Nach einem Jahr Assistenzarzt in
der Inneren Medizin machte er die Facharztausbildung an der Universitäts-Augenklinik in Heidelberg und
Assistenzarzt- und Oberarztzeiten an der Universitäts-Augenklinik in Mainz.

Im Jahr 1982 habilitierte sich Prof. Neuhann für das Fach Augenheilkunde und ist seit 1982 niedergelassener
Augenarzt in München sowie Leiter der belegärztlichen Augenabteilung am Rotkreuz-Klinikum München. 1987
war er Mitbegründer des Jahrestages der Deutschen Ophthalmochirurgen, den wir heute als DOC Kongress alle
kennen. Ein Jahr später, 1988, wurde Prof. Neuhann zum außerplanmäßigen Professor für Augenheilkunde an
der Universität Mainz berufen. 1991 gründete er die Hornhautbank in München und 1996 folgte die Gründung
der alz augenklinik münchen®.

Im Jahr 1997 wurde Prof. Neuhann zum außerplanmäßigen Professor an der Medizinischen
Fakultät der Technischen Universität München ernannt.

 
 

Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte umfassen die Hornhautchirurgie, insbesondere refraktive Hornhautchirurgie, Chirurgie der vorderen Augenabschnitte und Physiologische Optik.

Darüberhinaus ist und war Herr Neuhann in vielen Gremien und Gesellschaften tätig:

1997               
Gründungsmitglied des Verbandes der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und  Refraktive Chirurgie e. V. (VSDAR) und in den Jahren 2006-2007 ihr Präsident

1998 - 2000    
Präsident der European Society of Cataract and Refractive Surgery (ESCRS)

Seit 2002       
Mitglied der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) und der Deutschen  Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). In den Jahren 2002-2010 war er ihr 1. Vorsitzender und ist seither 2. Vorsitzender.

Die internationalen Ehrungen und Auszeichnungen von Herrn Professor Neuhann sind zahlreich, um nur einige hier zu nennen:

1992   
Montgomery-Lecture, Royal College of Surgeons, Dublin

1993   
Choyce-Medal and Lecture, United Kingdom Intraocular Implant Society

1997   
Ridley-Medal and Lecture, European Society of Cataract and Refractive Surgery

1999 
  
"Pioneer of refractive surgery", USA

2004 
  
Kritzinger Award der International Society of Refractive Surgery ISRS

2006  
 
Worst Medal and lecture, IIIC

2005   
"Top 50 Opinion Leader" auf dem Gebiet der Katarakt- und refrakt. Chirurgie, USA

2005   
Focus Ärzteliste seit Bestehen

Lieber Herr Neuhann, lieber Thomas, ich freue mich, Dir heute den DGII-Wissenschaftspreis,  der übrigens mit 1.000 € dotiert ist, verleihen zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg.


Laudatio [PDF, 25 KB] 


Preisträger 2011:
Prof. Dr. Rupert M. Menapace

Laudatio
Prof. Dr. T. Kohnen
Präsident der DGII

Der Wissenschaftspreis der DGII würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen eines deutschsprachigen
Wissenschaftlers. Er wurde erstmals während des 23. Kongresses der DGII in München im Jahr 2009 verliehen.

Schon an der Promotion "sub auspiciis praesidentis" merken Sie, dass unser diesjähriger Preisträger aus dem
Heimatland des diesjährigen Tagungspräsidenten Österreich, Herrn Prof. Amon, kommt. Rupert Menapace wurde
1955 geboren und trat im Jahr 1981 als Assistenzarzt in die Universitätsaugenklinik am Allgemeinen Krankenhaus
in Wien (AKH) ein, wo er, ergänzt durch zahlreiche Aufenthalte an führenden Kliniken im europäischen und
US-amerikanischen Ausland, seine Ausbildung zum Facharzt mit Schwerpunkt Mikrochirurgie absolvierte und wo
er seit 1988 als Oberarzt tätig ist. 1990 wurde ihm mit der Habilitationsschrift Indikation, Technik und Ergebnisse
der hochdosierten Kontaktbestrahlung von Aderhautmelanomen mittels Ruthenium-106 Applikatoren" die
Venia docendi, 1995 die Professur für Augenheilkunde verliehen.

Der Wissenschaftspreis der DGII würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen eines deutschsprachigen Wissenschaftlers. Er wurde erstmals während des 23. Kongresses der DGII in München im Jahr 2009 verliehen.

Schon an der Promotion "sub auspiciis praesidentis" merken Sie, dass unser diesjähriger Preisträger aus dem Heimatland des diesjährigen Tagungspräsidenten Österreich, Herrn Prof. Amon, kommt. Rupert Menapace wurde 1955 geboren und trat im Jahr 1981 als Assistenzarzt in die Universitätsaugenklinik am Allgemeinen Krankenhaus in Wien (AKH) ein, wo er, ergänzt durch zahlreiche Aufenthalte an führenden Kliniken im europäischen und US-amerikanischen Ausland, seine Ausbildung zum Facharzt mit Schwerpunkt Mikrochirurgie absolvierte und wo er seit 1988 als Oberarzt tätig ist. 1990 wurde ihm mit der Habilitationsschrift Indikation, Technik und Ergebnisse der hochdosierten Kontaktbestrahlung von Aderhautmelanomen mittels Ruthenium-106 Applikatoren" die Venia docendi, 1995 die Professur für Augenheilkunde verliehen.

Sein Hauptaugenmerk galt von Beginn an der Miniaturisierung und Optimierung der Kataraktchirurgie: Bereits 1987 führt er die Implantation von Faltlinsen, 1989 und 1991 die nahtlose Kleinschnittchirurgie und Tropfanästhesie in seine Routine ein. Ein weiterer chirurgischer Schwerpunkt waren kombinierte Kleinschnitttechniken bei Glaukomen und Hornhauttrübungen.

1991 gründete er die Spezialambulanz und Arbeitsgruppe für Kunstlinsenimplantation, die sich unter seiner Leitung zu einem international renommierten Kompetenzzentrum für moderne Kataraktchirurgie entwickelte. Zahlreiche Studien galten dem Einfluss der Größe und Gestalt von Inzisionen auf deren Deformationsstabilität und auf die Hornhauttopografie. Des Weiteren befasste sich Rupert Menapace mit dem Schwerpunktthema Nachstar: der Nachstarquantifizierung, dem Einfluss von Linsenmaterialien und des Linsendesigns auf die Nachstarentwicklung sowie mit der Optimierung von Linsen- und Zusatzimplantaten und von chirurgischen Techniken zu dessen Vermeidung. Mit Nishi wies er bereits 1997 auf die Bedeutung der scharfen hinteren Optikkante hin und entwickelte mit diesem den Kapselknickring. Ab 1999 beschäftigte er sich systematisch mit der primären hinteren Kapsulorhexis als chirurgischer Alternative zu scharfkantigen Implantaten. Nachdem sich beide Optionen in vielen Fällen als nicht oder nur für wenige Jahre wirksam erwiesen hatten, führte Professor Menapace 2004 die Technik des Einknöpfens der Linsenoptik in eine hintere Kapsulorhexisöffnung ein und wies Sicherheit und anhaltende Wirkung anhand einer prospektiven Studie mit 1000 Augen nach.

2006 übernahm er Aufbau und Leitung der "Tagesklinik für Augenchirurgie" am AKH Wien, wo er laufend an der Weiterentwicklung moderner Techniken und Implantate für die Kataraktchirurgie, aber auch an der Optimierung von Prozessabläufen arbeitet.

Im Rahmen all dieser Aktivitäten hat Professor Menapace 200 Artikel in peer-reviewed Journalen sowie weitere 160 Artikel in nationalen und internationalen Zeitschriften publiziert. Auf Einladung hat er sieben Reviewartikel und neun Buchkapitel verfasst. Im Rahmen von 240 Tagungen hat er 400 Vorträge und Referate gehalten. Professor Menapace hat seit 1987 als regelmäßiger Vortragender und Referent aktiv an der DGII mitgewirkt und von 1994 bis 1998 die Funktion des Vizepräsidenten der Gesellschaft bekleidet. In diese Zeit fällt auch seine Amtsperiode als Präsident der "Wiener Ophthalmologischen Gesellschaft WOG".

Weitere Auszeichnungen erhielt er:
1999 DOC Preis für die beste deutschsprachige Publikation
2001 Ridley Preis der DOC
2004 Aufnahme in die "GaM-Bestenliste der führenden Forscher der
            deutschsprachigen Medizin" der Erlanger Gesellschaft für
            angewandte Metaforschung
2010 Medaille der DOC in Gold und Aufnahme in die Liste der
           "Top 100 Health Professionals" des Cambridge International
            Bibliographical Center

Professor Menapace arbeitet aktiv in vielen Gremien und Gesellschaften mit:

seit 1998
Mitglied des "International Intraocular Implant Club IIIC" und Editorial Board
Member des "Journal of Cataract and Refractive Surgery"

seit 2006
Mitglied des "American Journal of Ophthalmology"

seit 2008
Co-Editor des "Journal of Ophthalmology"

Es ist mir eine große Freude und Ehre, im Namen der DGII und des Vorstandes, Dir lieber Rupert, den diesjährigen Wissenschaftspreis anlässlich unserer 25. Tagung hier in Frankfurt verleihen zu können.

Laudation [PDF, 100 KB]

 


Preisträger 2010:
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Theo Seiler

Laudatio
Prof. Dr. T. Kohnen
Präsident der DGII

Nach dem 1968 in Ravensburg abgelegten Abitur nahm Theo Seiler im gleichen Jahr ein Studium der
Mathematik und Physik an der Universität Heidelberg auf, erhielt 1970 das Vordiplom in Physik, wechselte an die
Freie Universität Berlin und schloss dort 1972 das Studium als Diplom-Physiker ab. Anschließend begann er noch
im selben Jahr ein Medizinstudium.

1975 wurde er mit der Dissertation "Modulierte dynamische Kernspinpolarisation an Kernen kleineren
gyromagnetischen Verhältnisses" an der Freien Universität Berlin zum Dr. rer. nat. promoviert und trat im
Folgejahrin den Schuldienst für höhere Schulen (Fächer Mathematik und Physik) ein. Gleichzeitig setzte er sein
Medizinstudium fort und legte 1981 das medizinische Staatsexamen in Berlin ab. 1982 wurde Herrn Seiler die
Approbation als Arzt erteilt. Bereits seit 1981 Assistenzarzt an der Augenklinik der Freien Universität Berlin, wurde
er dort 1982 zum Akademischen Rat ernannt und 1984 mit der Dissertation "Linearität der Tonometrie"
zum Dr. med. mit summa cum laude promoviert.

  

1986 erwarb Herr Seiler die Facharztanerkennung für Augenheilkunde und wurde zugleich zum Oberarzt an der Universitätsaugenklinik der Freien Universität Berlin, 1989 zum Stellvertretenden Leiter dieser Einrichtung ernannt. Mit der wissenschaftlichen Arbeit "Refraktive Hornhautchirurgie" habilitierte sich Seiler 1987 an der FU Berlin und erhielt 1989 die Ernennung zum Professor für Augenheilkunde.


Zum 01.10.1993 folgte Theo Seiler dem Ruf als C4-Professor auf den Lehrstuhl für Augenheilkunde sowie als Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde an die Medizinische Fakultät der TU Dresden. Mit seiner Umberufung an die Universität Zürich schied Herr Seiler am 01.01.2000 aus der Dresdener Fakultät/Universitätsklinikum aus. Heute ist Herr Professor Seiler in seinem eigenen wissenschaftlichen Institut (IROC) und an der Univerität Zürich tätig.

Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte umfassen die Hornhautchirurgie, insbesondere refraktive Hornhautchirurgie, Chirurgie der vorderen Augenabschnitte und Physiologische Optik.

Herr Professor Seiler hat u.a. mehr als 200 Originalartikel in peer-reviewed Fachzeitschriften publiziert.

Darüberhinaus ist und war Herr Seilerr in vielen Gremien und Gesellschaften tätig: 1988 Mitglied der Gutachterkommission der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG); 1989-1992 Mitglied des Board of Directors der International Society of Refractive Keratoplasty. Er war auch Mitglied des Präsidiums der DOG; Vorsitzender der KRC und Mitglied des Präsidiums der DGII.

Die internationalen Ehrungen und Auszeichnungen von Herrn Professor Seiler sind zahlreich, um nur einige hier zu nennen:
1989 Theodor-Axenfeld-Preis
1992 King Khaled Lecture an der Universität Ryadh
1996 A.v.Graefe-Preis der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft
1998 Honour Award der American Academy of Ophthalmology
2003 Presidents Award der ISRS
2004 Lifetime Achievement Award der American Academy of Ophthalmology
2008 Innovators Lecture der ASCRS
2009 Senior Achievement Award der American Academy of Ophthalmology


Verleihung des DGII Wissenschaftspreises 2010

Lieber Herr Seiler, ich freue mich, Ihnen heute den DGII-Wissenschaftspreis, der übrigens mit 1.000 € dotiert ist, verleihen zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg.

 


Preisträger 2009:
Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Diplom-Physiker Wolfgang Haigis

Laudatio
Ekkehard Fabian,
Tagungspräsident des 23. Kongresses der DGII

Herrn Privatdozent Dr. rer. nat. Diplom-Physiker Wolfgang Haigis ist während des 23. Kongresses der DGII
in München am 27. Februar 2009 der erstmals vergebene Wissenschaftspreis der DGII verliehen worden.
Mit dieserPreisverleihung sollen herausragende wissenschaftliche Leistungen eines deutschsprachigen
Wissenschaftlers ausgezeichnet werden.

Herr Dr. Haigis hat sich seit 1977 in langjähriger, konstanter, wissenschaftlicher Tätigkeit weltweite
Anerkennung erworben. Die nach ihm benannte Haigis-Formel für die Biometrie ist nur ein Teil seiner
Arbeit. Sein Wissen um die Biometrie, und zwar um die Ultraschalllängenmessung des Augapfels und
die Entwicklung der Haigis-Formel, sind zugleich Basis gewesen, um der optischen Biometrie mit dem
IOLMaster (Carl Zeiss Meditec) zu einem weltweiten Erfolg zu verhelfen. Die ständige Optimierung von
IOL-Konstanten, die seit 1999 freie Zur-Verfügung-Stellung dieser Ergebnisse sowie die
Online-IOL-Berechnung im Internet ist das Verdienst der von Dr. Haigis gegründeten User Group for
Laser Interference Biometry (ULIB) (www.augenklinik.uni-wuerzburg.de/eulib). Die unermüdliche
Schaffenskraft führte zuletzt zur Haigis-L-Formel der Biometrie bei Augen nach myoper und
hyperoper refraktiver Hornhautchirurgie.

  

Dieses Wissen hat Dr. Haigis in insgesamt über 490 Vorträgen, davon 51 auf Kongressen der DGII, sowie 188 wissenschaftlichen Publikationen vorgetragen. Zusätzlich hat er in 158 Kursen auf nationalen und internationalen Kongressen eine große Anzahl an Ophthalmologen auf dem Gebiet der Biometrie weiter- und fortgebildet.

Sein Engagement fand auch Ausdruck als Gründungsmitglied der Technologie in Medizin und Gesundheitswesen e. V. (TIMUG) und des IOLPowerClubs. Mitgliedschaften in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Gesellschaften runden sein Tätigkeitsspektrum ab.

Die DGII anerkennt mit ihrem erstmals vergebenen Wissenschaftspreis einen Wissenschaftler auch für die so großen klinischen Auswirkungen seiner Tätigkeit. Die Ophthalmochirurgie hat damit eine Basis erhalten, präoperativ eine sehr hohe Zielgenauigkeit bei der Biometrie zu gewinnen. Die operierten Patienten der Kataraktchirurgie und insbesondere der refraktiven Linsenchirurgie erhalten damit ein ausgesprochen hohes Maß an Sicherheit.

Es ist der DGII eine besondere Freude, ihr langjähriges Mitglied, Herrn Privatdozent Dr. Haigis mit dieser Preisverleihung zu ehren.