online-Forum

Willkommen bei der Deutschsprachigen Gesellschaft für
Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII)

Die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII)  wurde im Jahr 1986 als europäische, deutschsprachige Gesellschaft von Katarakt- und refraktiven Chirurgen gegründet.

Die DGII fördert als gemeinnütziger Verein die wissenschaftliche und praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der intraokularen Implantation von Linsen sowie der Katarakt- und refraktiven Chirurgie des Auges durch Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen und durch Anregungen wissenschaftlicher Arbeiten. 

Die DGII hat auch zum Ziel, über die Doppelmitgliedschaft in der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) internationale Kontakte zu vertiefen. Dank des Engagements der Europäer gelang es, ab 1996 gleichberechtigt mit den US-Amerikanern die auflagenstärkste ophthalmochirurgische wissenschaftliche Zeitschrift, das Journal of Cataract and Refractive Surgery (Impact Factor 2.285 im Jahr 2008) herauszugeben.

 

Neuigkeiten

Titelblatt

33. Kongress der DGII 2019 vom 14. - 16. Februar 2019 in Berlin

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir freuen uns, Sie zur nächsten Tagung unserer Gesellschaft einzuladen, die vom 14. bis 16. Februar 2019 in Berlin stattfinden wird! Wir kehren damit in die aktuelle Hauptstadt zurück - und in einen vielen von Ihnen vielleicht noch nicht bekannten Teil Berlins - nachdem die DOG im September in der Hauptstadt der "alten" Bundesrepublik, in Bonn getagt hat.
Wir können Ihnen heute schon versprechen, dass die Unterzeichner zusammen mit der Programmkommission ein vielversprechendes Programm erstellt haben. Wir haben es uns bereits zu einer Art Gewohnheit werden lassen, dass die Tagung unserer Fachgesellschaft nicht nur immer größer - die Gründerväter und Gründermütter der DGII passten bei der ersten Zusammenkunft 1987 in Gießen praktisch in einen Raum von den Maßen eines bürgerlichen Wohnzimmers -  sondern auch immer vielgestaltiger und abwechslungsreicher wurde. Zu den Intraokularlinsen, die unserer Gesellschaft ihren Namen geben, haben sich längst die Mikrostents der Glaukomchirurgen, die lamellären Endothel- und Descemettransplantate der Hornhautchirurgen und die mit VEGF-Inhibitoren gefüllten Kanülen der Vitreoretinalspazialisten gesellt. Die DGII ist heute eine breit aufgestellte ophthalmochirurgische Fachgesellschaft, deren kompakte Struktur es ihr ermöglicht, schnell auf neue Entwicklungen zu reagieren und fundierte Beiträge zu aktuellen Diskussionen - wie zur Zeit zur intrakameralen Antibiose bei Kataraktoperationen - zu erstellen.
Der breiten Kompetenz der DGII, ihrer Teilnehmer und der Kongressbesucher, wird das Generalthema 2019 gerecht: "Herausforderungen in der modernen Ophthalmochirurgie". Derer gibt es - ungeachtet des enorm hohen Leistungsstandes der heutigen Ophthalmochirurgie - reichlich und nicht alle sind mit neuen Instrumenten oder besseren IOL zu lösen. Die Thematik verspricht intensiven Erfahrungsaustausch und lebendige Diskussionen - also genau das, wovon ein guter wissenschaftlicher Kongress lebt. Diskussion und Austausch spielen sich aber nicht ausschließlich im Hörsaal ab, sondern entfalten in privater Runde oft eine besondere Dynamik. Unsere Gastgeber haben mit dem Historischen Kassensaal im Humboldt-Carree den perfekten Rahmen für einen in jeder Hinsicht fruchtbaren Gesellschaftsabend gesetzt.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und/oder ein Kennenlernen in Berlin 2019!
Herzlichst
Ihre
PD Dr. C. Wirbelauer
Tagungspräsident der DGII

Prof. Dr. H. Burkhard Dick
Präsident der DGII

Prof. Dr. Gerd U. Auffarth
Vizepräsident der DGII

Tagungshomepage

Vortragsanmeldung

Tagungsanmeldung

Download der Tagungseinladung als pdf

 


DGII Logo

Nobelpreis für den Femtosekundenlaser

Eines der innovativsten und präzisesten Instrumente der operativen Augenheilkunde hat die höchste in der Wissenschaft zu vergebende Ehrung erhalten - oder, besser gesagt, seine Erfinder. Denn der Physiknobelpreis geht in diesem Jahr an die Wegbereiter des Femtosekundenlasers.
 
Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hat am 2. Oktober 2018 bekannt gegeben, dass der diesjährige Nobelpreis in Physik an die Wissenschaftler Arthur Ashkin (USA), Gerard Mourou (Frankreich) und Donna Strickland (Kanada) geht. Sie werden für ihre bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Laserphysik geehrt, durch welche die Laser in der Industrie und besonders in der Medizin zu hochpräzisen Werkzeugen wurden. So entwickelten Donna Strickland und ihr damaliger Doktorvater Gerard Mourou gemeinsam eine Technik, die Laserpulse kürzer und deutlich heller werden lässt. Das führte zur Entwicklung des Femtosekundenlasers, dessen Pulse etwa eine Million Mal kürzer sind als die bis dahin verwendeten Nanosekundenlaser. Die Laser werden hierdurch wesentlich präziser und schonender.

Das ist von ganz besonderem Vorteil in der Augenheilkunde. Der Femtosekundenlaser wird seit etwa 2000 in der refraktiven Chirurgie und in den letzten zehn Jahren zunehmend in der Kataraktchirurgie eingesetzt, bei der durch seine Anwendung die Kapsulotomie (die Eröffnung der Linsenkapsel zu Beginn der Operation des Grauen Stars) von ungeahnter Präzision erfolgen und die bei der herkömmlichen Methode im Auge eingesetzte Ultraschallenergie drastisch reduziert werden kann. Ausdrücklich nennt die Akademie in ihrer Begründung der Verleihung die von Mitgliedern der DGII eingeführte refraktive Methode der small lenticule extraction (Smile), die sich in der operativen Behandlung von Fehlsichtigkeiten schnell bewährt hat und dabei den Nervenplexus in der Hornhaut (im Unterschied zu anderen Verfahren) weitgehend schont.


Trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse haben immer wieder PKV-Patienten Probleme bei der Kostenübernahme für den Eingriff durch ihren Versicherungsträger. Die DGII hofft in diesem Zusammenhang, dass die Nachricht von dem Nobelpreis zu einem besseren Verständnis der innovativen Methode beiträgt.


DGII Logo

Stellungnahme der DGII zur weltweiten Rücknahme des Cypass-Microstents

In den letzten Jahren hat sich die minimal-invasive Glaukomchirurgie (MIGS) als eine neue vielversprechende Option in der Therapie des Glaukoms erwiesen, die vielen Patienten zugute kommt, für die bislang keine wirklich adäquate Behandlungsoption bestand. Es handelt sich um Patienten, bei denen ein "größerer" Eingriff (in der Glaukomchirurgie ein relativer Begriff) wie die Trabekulektomie unangemessen erscheint und andererseits die Fortsetzung einer intensivierten pharmakologischen (Tropf)Therapie als nicht aussichtsreich genug errscheint, um den Untergang retinaler Ganglienzellen und damit das Fortschreiten der visuellen Funktion aufzuhalten. Mit MIGS wird eine moderate Senkung des Augeninnendrucks (IOD) erzielt; für eine ausgeprägte IOD-Reduktion kommt allenfalls ein subkonjunktivaler Abfluss in Betracht (z.B. XEN-Stent in Kombination mit Mitomycin C).
Aktuell gibt es rund ein halbes Dutzend verschiedener MIGS-Implantate mit unterschiedlicher Wirkungsweise - Steigerung oder Schaffung eines transtrabekulären, suprachoroidalen oder subkonjunktivalen Abflusses. Weitere Stents bzw. Implantate befinden sich aktuell in klinischer Erprobung. Bislang hat sich bei der MIGS noch kein Goldstandard etabliert. Dies ist aber vielleicht auch gar nicht nötig oder wünschenswert, können doch verschiedene Optionen für die individuellen Anforderungen des Patienten zur Anwendung kommen.
Jetzt gibt es eine Option weniger. Zu den besonderen Vorzügen der MIGS gehört das gute Sicherheitsprofil. Dies war bei dem Cypass-Mikrostent nicht länger garantiert. Der Hersteller hat dieses Implantat weltweit jüngst vom Markt zurück gerufen, nachdem die 5-Jahresdaten einer Verlaufsstudie einen deutlichen Rückgang der Endothelzelldichte belegten: um 18,4% gegenüber 7,5% in der Kontrollgruppe. Es lag ein signifikanter Verlust (definiert als ein Rückgang um ? 30%) der kornealen Endothelzellen in der Cypass-Gruppe (der Stent wurde hier im Rahmen der Kataraktoperation implantiert) bei 27,2% der Patienten vor im Vergleich zu 10% der Patienten der Kontrollgruppe (reine Kataraktoperation).
Wir bekunden dem Hersteller (Alcon) unseren Respekt für die Entscheidung im begründeten Verdachtsfall der Patientensicherheit den Vorrang einzuräumen. Diese Nachricht des weltweiten Rückzugs des Cypass hat in unserer Fachgesellschaft Verunsicherung hervor gerufen, unter anderem weil die Verbreitung der relevanten Informationen bislang nicht alle erreicht hat und beispielsweise keine konsentierten Empfehlungen zum konkreten Umgang mit betroffenen Patienten vorliegen (ausser der Empfehlung des Herstellers).
Die DGII sieht sich in der Pflicht hier eine Vorgehensempfehlung auszusprechen sowie eine klare Positionierung vorzunehmen. Diese lautet im Kern, dass die unterschiedlichen MIGS-Techniken sich stetig nicht nur in puncto Effektivität, sondern vor allem auch in puncto Sicherheit bewähren müssen. In Fall des Cypass hat eine Technik, ein Produkt diese Bewährungsprobe nicht bestanden. Andere MIGS-Optionen haben indes beeindruckende Bilanzen vorzuweisen. Zu dem transtrabekulären iStent und iStent inject liegen mittlerweile Daten über einen Zeitraum von 10 Jahren vor und es wurden mehr als 400.000 Implantationen vorgenommen, ohne dass gehäufte korneale Komplikationen bekannt wurden.
Keine Frage: Bei MIGS wird sich mit der Zeit die sprichwörtliche Spreu vom Weizen trennen. Die DGII sieht in der MIGS großes Potential aufgrund der sehr geringen Invasivität, niedriger Komplikationswahrscheinlichkeit und ambulanten Durchführbarkeit. Allerdings muss die MIGS ihr Potential nutzen und weiter ausbauen. Wenn sich die teilweise innovativen Ansätze klinisch bewähren und die Vergütungsfrage für alle Beteiligten befriedigend geregelt wird (was sich gerade aktuell mit der Aufnahme der Codes für MIGS im OPS-Katalog andeutet), kann MIGS mehr werden als nur eine Alternative zur Trias Medikamente-Laser-traditionelle Chirurgie. Dann nämlich könnte sich die Glaukomtherapie insgesamt neu in Richtung MIGS positionieren.



DGII Logo

Die Femto-Katarakt (LCS) in den drei Kostenträgern

Ein wichtiges Essay von RA Michael Zach (Kanzlei für Medizinrecht, Mönchengladbach)

mit freundlicher Unterstützung des AUGENSPIEGELS (MediaWelt GmbH, Ratingen)

Download des Artikels als als PDF


Titelseite

DGII Aktuell

September 2018

- 33. Tagung der DGII in Berlin vom 14.02. bis 16.02.2019
- Erfahrungen mit Trans-PRK / SmartSurfACE-Technologie
- Korneales Crosslinking zur Behandlung von myopen Refraktionsfehlern
- IOL Master 700
- XL-Optik im traumatischen Auge
- Die Clareon® IOL im AutonoME® Implantationssystem – erste klinische Erfahrungen

DGII Aktuell downloaden / drucken (PDF, 4 MB)


Marcus Blum

DGII Vorstandwahlen 2018

Auf der 32. Tagung in Dresden wurde der Vorstand der DGII neu, bzw. wiedergewählt. Der geschäftsführende Vorstand besteht nun aus dem Päsidenten Herrn Professor Dr. H. Burkhard Dick (Bochum), dem Generalsekretär Herrn Prof. Dr. Gerd U. Auffarth (Heidelberg) und dem Schatzmeister Herrn Priv.-Doz. Dr. Christopher Wirbelauer (Berlin).
Erstmalig in den Vorstand gewählt wurde Herr Professor Dr. Marcus Blum (Erfurt).

DGII-Vorstand in der Übersicht


DGII Einladung 2018

32. Kongress der DGII 2018 vom 15. - 17. Februar 2018 in Dresden

32. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie mit Wet-Labs, Kursveranstaltungen, Programm für Pflegepersonal.

INFORMATIONEN/TAGUNGSHOMEPAGE

PROGRAMM ALS PDF

ABSTRACTS


DGII Logo

DGII Umfrage 2018 und Ergebnisse 2017

Intraokulare Operationen im Jahr 2018:
Aktuellen Umfrage von DGII, DOG, BVA und BDOC

Download Umfrage als PDF
Download Anschreiben Umfrage als PDF
Ergebnisse der DGII Umfrage 2017


DGII Logo

DGII empfiehlt die neue europäische Zertifizierung FEBOS-CR für Spezialisten in der Katarakt- und Refraktivchirurgie

Die Operation der Katarakt und die operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten, die refraktive Chirurgie, stellen heutzutage die häufigsten Eingriffe in der Augenheilkunde dar. Die Kataraktoperation ist sogar die am meisten durchgeführte Intervention in der gesamten Medizin. Beides sind Schwerpunkte in Forschung und Patientenversorgung der Mitglieder der DGII.
Zu Beginn des Jahres hatten zwei führende Fachgesellschaften in der Augenmedizin, das EBO (European Board of Ophthalmology) und die ESCRS (European Society for Cataract and Refractive Surgery) angekündigt, dass auf die Operation des Grauen Stars sowie auf refraktive Chirurgie spezialisierte Augenchirurgen ihre hohe Qualifikation mit einem neu geschaffenen Diplom belegen mögen. Um dieses Diplom zu erhalten ist neben einer umfassenden chirurgischen Erfahrung sowie einer geforderten Zahl von wissenschaftlichen Publikationen auf diesen beiden ophthalmologischen Spezialgebieten auch die Ablegung einer schriftlichen und mündlichen Prüfung vor einem von den beiden Gesellschaften bestimmten Expertengremium notwendig. Während des ESCRS-Kongresses in Lissabon wurde diese Prüfung nun erstmals abgehalten. Von 33 Kandidaten, die aufgrund der hohen Anforderungen überhaupt nur zugelassen wurden, bestanden lediglich 15 Augenspezialisten dieses Examen - davon zwei aus Deutschland: Professor Dick, Präsident der DGII und AECOS, und der Münchener Operateur Dr. Tobias Neuhann. "Selbst für einen Spezialisten", so erklärte der Klinikdirektor der Universitäts-Augenklinik erleichtert und erfreut angesichts des Diploms mit der Bezeichnung FEBOS-CR (Fellow of the European Board of Ophthalmology Subspecialty Diploma for Cataract and Refractive surgery), "war die Prüfung anspruchsvoll. Aber das ist auch gut so: Wir müssen kontinuierlich an uns arbeiten, um unseren Patienten die bestmögliche Versorgung angedeihen zu lassen." Dick wird als Präsident der DGII zusammen mit Herrn Tagungspräsidenten Professor Pillunat im Februar 2018 den von Augenchirurgen aus zahlreichen Ländern besuchten Kongress der Fachgesellschaft in Dresden leiten.

DGII Vizepräsident Professor Auffarth fügte an, dass die deutsche Fachgesellschaft für Katarakt- und Refraktivchirurgie DGII ihre Mitglieder bestärkt und unterstützt, sich bei Vorliegen der Voraussetzungen diesem Examen bei Wunsch zu unterziehen. "Die Entwicklung in der Augenchirurgie schreitet in einem derart rasanten Tempo voran“, berichtet Auffarth und ergänzt: "Verfahren und Indikationsprofile gerade in der refraktiven Chirurgie werden immer komplexer. Vom Operateur sollte erwartet werden, dass er oder sie damit Schritt halten kann - Stillstand bedeutet in der heutigen Medizin mehr denn je Rückschritt."


DGII Logo

Positionierungspapier der DGII

Positionierung der DGII zur Stellungnahme „Abrechnung einer Katarakt-Operationen mit dem Femtosekundenlaser“ des PKV-Verbands vom 22. Juni 2017

Download als PDF



DGII Logo

DGII Kongresstermine 2019 - 2021 terminiert:

33. Kongress der DGII 2019 vom 14. - 16. Februar 2019 in Berlin

34. Kongress der DGII 2020 vom 13. - 15. Februar 2020 in Mainz

35. Kongress der DGII 2021 vom 25. - 27. Februar 2021 in Dortmund


DGII Mitglied werden

Die DGII wurde im Jahre 1986 in Gießen gegründet. Seitdem ist die Mitgliederzahl konstant auf über 600 Mitglieder angestiegen.

 

Antrag auf Mitgliedschaft

Weitere Informationen

 


DGII Logo

Stellungname der DGII zum Avellino Gen Test

Die Avellino Laboratory Inc. hat jüngst einen neuen Test zum Gennachweis eingeführt, das sog. Avellino Gene Detection System (AGDS).
 
Dieser Test ermöglicht die Identifizierung einiger Mutationen, die im Zusammenhang.....
weiterlesen


Download Stellungnahme (PDF, 160 kb)


DGII unterstützt ESCRS Endophthalmitis Registry

Die Endophthalmitis ist eine schwerwiegende Komplikation bei Kataraktextraktionen, die jeder Ophthalmochirurg - und Patient - vermeiden möchte. Ohne genau um das Wie, Wann oder Warum eines wirksamen prophylaktischen Eingriffs zu wissen, folgt heutzutage nahezu jeder Chirurg dem Versorgungsstandard, bestehend aus Antisepsis und Antibiotika (1).
Obwohl die Kataraktchirurgie zu den weltweit am häufigsten durchgeführten Chirurgieverfahren zählt, war es nahezu unmöglich, angesichts der umfangreichen Patientenzahlen, die zur Durchführung klinischer Studien benötigt werden, Daten zu erheben, um die wirksamsten Prophylaxemaßnahmen zu definieren (1).
Um in Zukunft genauere Aussagen zu geeigneten Prophylaxemaßnahmen, basierend auf Daten von möglichst vielen Fällen, treffen zu können, hat die ESCRS unter https://www.endophthalmitisregistry.com eine Web-Plattform etabliert, die jeder Ophthalmochirurg, der Katarakte operiert oder intraokulare Injektionen verabreicht, kostenlos nutzen kann.
Der Vorstand der DGII begrüßt ausdrücklich die Initiative der ESCRS und es wäre hilfreich, wenn möglichst viele Ophthalmochirurgen teilnehmen und ihre Daten zur Verfügung stellen würden.

Quelle:
1. Empfehlungen der ESCRS zurPrävention und Therapie der Endophthalmitis
Nach der Kataraktextraktion: Daten, Dilemmata und Schlussfolgerungen 2013, ESCRS