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Willkommen bei der Deutschsprachigen Gesellschaft für
Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII)

Die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII)  wurde im Jahr 1986 als europäische, deutschsprachige Gesellschaft von Katarakt- und refraktiven Chirurgen gegründet.

Die DGII fördert als gemeinnütziger Verein die wissenschaftliche und praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der intraokularen Implantation von Linsen sowie der Katarakt- und refraktiven Chirurgie des Auges durch Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen und durch Anregungen wissenschaftlicher Arbeiten. 

Die DGII hat auch zum Ziel, über die Doppelmitgliedschaft in der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) internationale Kontakte zu vertiefen. Dank des Engagements der Europäer gelang es, ab 1996 gleichberechtigt mit den US-Amerikanern die auflagenstärkste ophthalmochirurgische wissenschaftliche Zeitschrift, das Journal of Cataract and Refractive Surgery (Impact Factor 2.285 im Jahr 2008) herauszugeben.

 

Neuigkeiten

DGII Einladung 2018

32. Kongress der DGII 2018 vom 15. - 17. Februar 2018 in Dresden

32. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie mit Wet-Labs, Kursveranstaltungen, Programm für Pflegepersonal.

INFORMATIONEN/TAGUNGSHOMEPAGE

EINLADUNG ALS PDF

TAGUNGSANMELDUNG

VORTRAGSANMELDUNG (Deadline 3. Dezember 2017)


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Die DGII trauert um Karl-Wilhelm Jacobi (1935-2017)

Binnen kurzer Zeit betrauert die DGII zum zweiten Mal den Heimgang eines ihrer Gründer. Nur wenige Wochen nach Jörg Draeger hat uns mit Karl-Wilhelm Jacobi ein bedeutender Innovator der modernen Katarakt- und Refraktivchirurgie verlassen. Diese Nachricht lässt ganz besondere Erinnerungen und eine ganz spezielle Dankbarkeit wach werden: es war in Gießen, der Wirkungsstätte Jacobis, wo im Jahr 1987 die erste Tagung unserer Gesellschaft stattfand, besucht von einer überschaubaren Zahl von Spezialisten. Kaum glaublich schien es in jenen Tagen im Mittelhessischen, dass die neugegründete Gruppierung einst eine der führenden ophthalmochirurgischen Fachgesellschaften in der Mitte Europas werden würde.

Karl-Wilhelm Jacobi wurde 1972 C3-Professor und hatte die Leitung der Abteilung für Klinische Augenheilkunde inne, die der früh verstorbene Joe-Henry Rodenhäuser 1969 gegründet hatte. 1976 wurde er auf den Lehrstuhl in Gießen berufen, den er bis 2001 innehatte. Unter Jacobis Leitung entwickelte sich die Gießener Universitätsaugenklinik zu einem führenden Zentrum der Mikrochirurgie des Auges in Deutschland und zu einem der ersten, an dem in großem Maße die Innovation des Sir Harold Ridley, die Intraokularlinse, implantiert wurde. Keratoplastiken und Glaukomchirurgie waren weitere Schwerpunkte. Schon 1979 und damit rund sieben Jahre vor der Gründung der DGII lud Jacobi zu einem internationalen Symposium zur Intraokularlinsen-Implantation nach Gießen ein.

Karl-Wilhelm Jacobi war leidenschaftlich an Innovationen interessiert und an den Menschen, die sie an seiner Klinik etablieren konnten - so holte er Thomas Kohnen von der Dardenne-Klinik in Bonn, der die Einführung der Phakoemulsifikation in der Gießener Klinik voran brachte. Jacobi war der erste deutsche Vertreter in der European Society of Cataract and Refractive Surgery (ESCRS). Der DOG präsidierte er 1992/93 und hielt die Tagung in Mannheim ab. Sein publizistisches Wirken war reichhaltig, seine Schriften decken fast alle Bereiche der Ophthalmochirurgie ab, doch Schwerpunkte sind unübersehbar die Keratoplastik und die Kataraktchirurgie. Bezeichnend ist es, dass die letzte Eintragung unter seiner (Mit-)Autorschaft bei PubMed eine Arbeit zur Phakoemulsifikation ist.

Karl-Wilhelm Jacobi, der Ehrenmitglied der DGII war, repräsentierte den Typus eines Ordinarius der sogenannten Alten Schule. Ihm galten Autorität (in einer Richtung) und Respekt (aus der entgegen kommenden Richtung) viel. Die Assistenten lernten viel bei ihm, hatten indes bei Fehlern keinen gnädigen Gott in Gießen (die Oberärzte manchmal auch nicht). Jacobi war - für heutige Klinikdirektoren eine wehmütige Reminiszenz - Ordinarius in einer Goldenen Zeit: die Personal- und Materialausstattung der Klinik, die ihm und seinem Team zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und auch der Nervus rerum für exzellente Arbeit sind heute der Stoff, aus dem Träume sind. Jacobi liebte Golf und die Jagd, die man auch als Leidenschaft bezeichnen konnte.

Das legendäre Foto, das die Gründer unserer Gesellschaft auf einer Treppe stehend zeigt, entstand an einem hoffnungsvollen Tag vor mehr als 30 Jahren. Würde es an diesem Ort zu einer "Reunion" der damaligen Visionäre kommen, die Treppe wäre leider bis auf ein knappes halbes Dutzend betagter reifer Herren leer. Offenbar konnten sie erahnen, vor welch gewaltigem Aufschwung die Katarakt- und Refraktivchirurgie in den nächsten Dekaden stehen würde. Wir alle stehen auf den Schultern von Pionieren wie Jacobi und Draeger - und ein Abschied wie der neuerliche erinnert uns daran, dass unser Fach und unsere Mühen um die Patienten alle Epochen übergreift, wir selbst aber endlich sind.

H. Burkhard Dick, Präsident der DGII
Gerd U. Auffarth, Vizepräsident der DGII


Professor Draeger.

Die DGII trauert um ihr Gründungsmitglied Prof. Dr. med. Jörg Draeger

Jörg Draeger (1929 - 2017)

The sky is the limit, heißt es im Angelsächsischen. Für Jörg Draeger war nicht einmal der Himmel, den er als begeisterter Pilot als sein Refugium ansah, die Grenze. Seine Gedanken und Konzepte gingen über diesen hinaus - ins Weltall. Als Raumfahrtmediziner, der er neben dem Ophthalmologen war, beschäftigten ihn Fragen der Physiologie unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit. Sein ganz besonderes Interesse galt im All wie in der Klinik dem Glaukom. So fand eine der Innovationen Draegers, das Selbsttonometer, den Weg an Bord der D 1- Mission, bei denen sich 1985 Astronauten einer Serie von Druckmessungen an Bord der Raumfähre Challenger (die bei ihrem nächsten Start einige Monate später explodierte) unterzogen und eine annähernde Verdopplung des IOD in der Schwerelosigkeit dokumentierten.

Die Tonometrie war der Kern des klinischen Wirkens Draegers und sein Stolz zu betonen, bei wem er diese Untersuchung gelernt und seine lebenslange Einstellung zum Glaukom erworben hatte, ermüdete nie: bei Hans Goldmann, dem brillanten Berner Klinikdirektor, welcher uns das Goldmann-Tonometer hinterließ. Noch bis ins hohe Alter hinein würzte Draeger glaukomatologische Diskussionen auf Kongressen wie der DOG oder der DGII mit dem Hinweis auf Goldmann und dessen grundlegendem Verständnis von der Rolle des okulären Perfusionsdrucks als einem pathogenetischen Faktor des Leidens.

Draeger, 1929 in Thüringen geboren, verbrachte seine Lebenswerk in Hamburg, wo er 1980 an die Spitze der Universitätsaugenklinik berufen wurde. Er war nicht nur Präsident der DOG, sondern auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Luft-und Raumfahrtmedizin sowie Vizepräsident der Medical Aerospace Association. Einen erfolgreichen internationalen Raumfahrtmedizinkongress 1994 in Hamburg ausgerichtet zu haben, gehörte zu den Highlights eines an Erfolgen und Ehrungen reichen akademischen Lebens. Die Nachricht von seinem Ableben im 88. Lebensjahr lässt seine Freunde (derer gab es viele) betroffen zurück und jene, die nicht so gut mit ihm auskamen (derer gab es einige) ,veranlasst sie zum Innehalten. Wir in der DGII sind Jörg Draeger als einem der Gründungsmitglieder unserer Gesellschaft besonders tief verbunden.

Er ist jetzt bei den Sternen.

H. Burkhard Dick, Präsident der DGII
Gerd U. Auffarth, Vizepräsident der DGII


DGII Aktuell September 2017

DGII Aktuell

September 2017

- 32. Tagung der DGII in Dresden vom 15.02. bis 17.02.2018
- ESCRS/DGII-Symposium
- DGII-Preisträger 2017, Informationen
- Trans-PRK als refraktives Oberflächenverfahren der Wahl
- SMILE : Nachkorrektur mittels PRK
- Hornhautchirurgie: Das Düsseldorfer Keratoprothesen-Programm
- I-Ring zur mechanischen Pupillenerweiterung bei enger Pupille
- Intraokularlinsen: Aktueller Vergleich der Preloaded Injektor-Systemen

DGII Aktuell downloaden / drucken (PDF, 3 MB)



DGII Logo

DGII Kongresstermine 2018 - 2020 terminiert:

32. Kongress der DGII 2018 vom 15. - 17. Februar 2018 in Dresden

33. Kongress der DGII 2019 vom 14. - 16. Februar 2019 in Berlin

34. Kongress der DGII 2020 vom 13. - 15. Februar 2020 in Mainz


Neuer DGII Vorstand gewählt

Auf der 31. Tagung in Dortmund wurde Frau Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld (Potsdam) erstmals in den Vorstand gewählt. Dafür ist Frau Prof. Dr. Maya Müller (Zürich), die zweimal in den Vorstand gewählt worden war, turnusmäßig ausgeschieden. Herr Dr. Peter Hoffmann (Castrop-Rauxel) wurde ebenfalls für eine zweite Amtsperiode als Vorstandsmitglied bestätigt.

DGII-Vorstand in der Übersicht


DGII Aktuell Titelseite

DGII Aktuell

Februar 2017

- 31. Tagung der DGII in Dortmund vom 16.02. bis 18.02.2017
- Die DGII in Dortmund 2017 - Grußworte des Präsidenten
- Die Augenchirurginnen – Das Netzwerk für Frauen in der Augenchirurgie
- Neue Preloaded-IOL: Handhabung wird immer besser
- Verschiedene bifokale Intraokularlinsen im Vergleich – Eine Analyse an der optischen Bank
- SMILE – Neue intrastromale refraktive Chirurgie
- Das Prinzip der kleinen Blende funktioniert auch in der IOL: Klinische Erfahrungen mit IC-8

DGII Aktuell downloaden / drucken (PDF, 509 KB)



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DGII Umfrage 2017 und Ergebnisse 2016

Intraokulare Operationen im Jahr 2017:
Aktuellen Umfrage von DGII, DOG, BVA und BDOC

Download Umfrage als PDF
Download Anschreiben Umfrage als PDF
Ergebnisse der DGII Umfrage 2016


DGII Mitglied werden

Die DGII wurde im Jahre 1986 in Gießen gegründet. Seitdem ist die Mitgliederzahl konstant auf über 600 Mitglieder angestiegen.

 

Antrag auf Mitgliedschaft

Weitere Informationen

 


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Ausschreibung 2017 European Research Award

Der AECOS (American-European Congress of Ophthalmic Surgery) European Research Award ist für das Jahr 2017 ausgeschrieben worden. Per Preis ist mit 20.000 EUR dotiert.

Download Ausschreibung (PDF, 148 kb)


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Stellungname der DGII zum Avellino Gen Test

Die Avellino Laboratory Inc. hat jüngst einen neuen Test zum Gennachweis eingeführt, das sog. Avellino Gene Detection System (AGDS).
 
Dieser Test ermöglicht die Identifizierung einiger Mutationen, die im Zusammenhang.....
weiterlesen


Download Stellungnahme (PDF, 160 kb)


DGII unterstützt ESCRS Endophthalmitis Registry

Die Endophthalmitis ist eine schwerwiegende Komplikation bei Kataraktextraktionen, die jeder Ophthalmochirurg - und Patient - vermeiden möchte. Ohne genau um das Wie, Wann oder Warum eines wirksamen prophylaktischen Eingriffs zu wissen, folgt heutzutage nahezu jeder Chirurg dem Versorgungsstandard, bestehend aus Antisepsis und Antibiotika (1).
Obwohl die Kataraktchirurgie zu den weltweit am häufigsten durchgeführten Chirurgieverfahren zählt, war es nahezu unmöglich, angesichts der umfangreichen Patientenzahlen, die zur Durchführung klinischer Studien benötigt werden, Daten zu erheben, um die wirksamsten Prophylaxemaßnahmen zu definieren (1).
Um in Zukunft genauere Aussagen zu geeigneten Prophylaxemaßnahmen, basierend auf Daten von möglichst vielen Fällen, treffen zu können, hat die ESCRS unter https://www.endophthalmitisregistry.com eine Web-Plattform etabliert, die jeder Ophthalmochirurg, der Katarakte operiert oder intraokulare Injektionen verabreicht, kostenlos nutzen kann.
Der Vorstand der DGII begrüßt ausdrücklich die Initiative der ESCRS und es wäre hilfreich, wenn möglichst viele Ophthalmochirurgen teilnehmen und ihre Daten zur Verfügung stellen würden.

Quelle:
1. Empfehlungen der ESCRS zurPrävention und Therapie der Endophthalmitis
Nach der Kataraktextraktion: Daten, Dilemmata und Schlussfolgerungen 2013, ESCRS


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 DOG Symposium