DER "RUCKSACKSCHNITT" - SCLERO - CORNEALE ERÖFFNUNGSTECHNIK ZUR AMBULANTEN VERSORGUNG MIT GROSSEN IOL - DESIGNS


E. Mitschischek
Augenabteilung-KKH Virchowstraße 8h D-31221 Peine


Durch den wirtschaftlichen Druck hin zu ambulanten Cat.-Eingriffen einerseits, die positiven Erfahrungen mit großen lOL-Designs andererseits, haben wir vor 2 Jahren unseren sclero-cornealen "Rucksackschnitt" entwickelt, der selbst bei weiter Eröffnung der Vorderkammer zwischen 9 und 11 mm - in Verbindung mit dem von uns erstmals bei der DOG '90 vorgestellten "Diagonalschnitt" zur Kapseleröffnung - sicheren Vorderkammerverschluß erlaubt.
Die von uns dargestellten Vorzüge eines großen, steifen lOL-Designs (Morcher, Typ 82 L-kapselsackfixierte HKL) mit 7 mm Optik, steifer, fast zirkulärer Haptik und 15-Grad-Abwinklung, i. S. von Ortsstabilität, geringem postop. Astigmatismus und erheblicher Verbesserung des Kammerwasserabflußes (s. DGII-Beitrag '92) werden mit dem "Rucksackschnitt" noch übertroffen, soweit es die Astigmatismus-Problematik betrifft. Dies bedeutet zugleich auch eine schnellere Rehabilitation. Allgemein kann die Brillenkorrektur schon nach 2-3 Wochen postop. erfolgen, und die Werte bleiben üblicherweise im ersten Jahr stabil.
Gerade im provinziellen Umfeld, wo sehr alte Patienten noch allein leben, keine verkehrsmäßige Infrastruktur existiert, ist sichere und schnelle Rehabilitation Voraussetzung für ambulantes Operieren - Unsere Technik ist sowohl bei "Phako" einsetzbar wie bei Kernexpression oder anderen Methoden.

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