KOMPLIKATIONEN DER HINTERKAMMERLINSEN-IMPLANTATIONEN BEIM PSEUDOEXFOLIATIONS-SYNDROM SOWIE PSEUDOEXFOLIATIONS-GLAUKOM

P. Sziklai, A. Boros
Univ.-Augenklinik der Albert Szent-Györgyi Medizinischen Universität, H-6701 Szeged, Ungarn


Operative Komplikationen der Hinterkammerlinsen-Implantation treten häufiger bei Patienten mit Pseudoexfoliations-Syndrom (PES) und Pseudoexfoliations- Glaukom (PEG) auf, als bei Patienten mit einem einfachen Altersstar. Die Autoren haben im Laufe von zwei Jahren bei verschiedenen Patienten einen Vergleich zwischen intra- und postoperativen Komplikationen durchgeführt.

Methode: Es wurden Daten von 1062 Kataraktoperationen ausgewertet. Von der Studie wurden Patienten mit Augenverletzungen bzw. Uveitis ausgeschlossen. Bei 82 von den untersuchten Patienten konnte ein PES beobachtet werden, 28 Patienten (34%) aus dieser Gruppe wiesen ein Glaukom auf. Die Kataraktoperationen wurden ausschließlich mittels extrakapsulärer sowie "Letter- Box Technik" durchgeführt.

Ergebnisse: Bei einem Fall aus der PES-Gruppe (1.8%), drei Fälle aus der PEG- Gruppe (10.7%) sowie vier Fälle aus der Kontrollgruppe (0.4%) kam es intraoperativ zu einem Hinterkapselriß mit Glaskörperverlust -in diesen Fällen sah man von einer Linsenimplantation ab. Postoperative Fibrinausschwitzung wurde in sechs Fällen (11.1%) aus der PES- Gruppe, in sieben Fällen (25%) aus der PEG-Gruppe und in 19 Fällen (1.9%) aus der Kontrollgruppe beobachtet.

Schlußfolgerung: Nach unseren Ergebnissen traten Komplikationen am häufigsten
bei Patienten aus der PEG-Gruppe auf. Die Fibrinausschwitzung beeinflußte die
spätere Sehschärfe nicht.

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