20. Jahrestagung der DGII - 3. und 4. März 2006 in Frankfurt
Klin Monatsbl Augenheilkd 2006; 223: Suppl 1, S1–S26
KV85
Evaluierung einer neuen Micro-Incision-Intraokularlinse mit erweiterter scharfer Kante
Hunold A, Reuland MS, Limberger IJ, Rabsilber TM, Auffarth GU
Heidelberger Forschungsgruppe IOL & Refraktive Chirurgie Universitäts-AugenklinikZielsetzung: Zu evaluieren sind zwei neue faltbare flache Intraokularlinsen für MICS (micro incision cataract surgery) mit konventioneller und erweiterter scharfer Kante. Methode: In einer prospektiven nicht randomisierten Studie wurden 44 Patienten 33 Human Optics MC 611Mi und 24 HumanOptics MC 611 Mi-B faltbare Intraokularlinsen implantiert. Die MC 611 Mi ist eine hydrophile einstückige IOL mit scharfer Kante, das Model MC 611 Mi-B verfügt über das gleiche Design mit erweiterter 360 scharfer Kante. Die Phakoemulsifikation erfolgte in lokaler Anästhesie über einen Clear Cornea Schnitt. Die Linse wurde über eine 2.6mm Inzision mit Injektor implantiert. Ergebnisse: Die präoperative Refraktion lag zwischen – 4,25 D und + 4,0 D Sphäre und zwischen 0 D und –2,25 D Astigmatismus. Die Linsenstärke reichte von 15,0–26,0 D. Die Implantation verlief bei allen Patienten komplikationslos. Nach 1 Monat lag der unkorrigierte Visus im Durchschnitt bei 0,43. Der bestkorrigierte durchschnittliche Visus betrug 0,68 (von 0,3 bis 1,0) nach einem, 0,76 bei der 3–6 Monatskontrolle. Nachstarevaluation mittels EPCO wird präsentiert. Zusammenfassung: Die Implantation dieser hydrophilen einstückigen IOL durch ein 1.8mm Injektionssystem war unkompliziert. Der Effekt der erweiterten scharfen Kante auf die PCO Entwicklung wird mithilfe des EPCO 200-Bildanalyse-Programms quantifiziert.