DGII Abstracts 2005
19. Jahrestagung der DGII - 18. und 19. Februar 2005 in Magdeburg

Klin Monatsbl Augenheilkd 2005; 222: Suppl 1

V7

2-Jahres-Ergebnisse nach Implantation der ThinOptX HKL
Koch R
Moers

Hintergrund: Die ersten ultradünnen ThinOptX-Intraokularlinsen konnten vor über zwei Jahren durch Inzisionen von 1,5 bis 1,7 mm implantiert werden.
Methode und Patienten: Da bis zu diesem Zeitpunkt keine Erfahrungen über das Langzeitverhalten ultradünner Intraokularlinsen vorlagen, wurden zunächst nach bimanueller Phakoemulsifikation im Jahre 20 02 nur 14 ThinOptX-IOL implantiert und der weitere Verlauf verfolgt, insbesondere bezüglich Linsenverlagerung durch Kapselsackschrumpfung und Nachstarrate. Die Linsenzentrierung wurde fotografisch dokumentiert und verglichen, die Vorderkammertiefe mit dem IOLMaster kontrolliert.
Ergebnisse: Die bimanuelle Phakoemulsifikation mit ThinOptX-Implantation durch 1,5 bis 1,7 mm breite Inzision erfolgte komplikationslos. Es wurden trotz der Mittendicke von nur etwa 300 mm keine Linsendezentrierungen bei über zweijähriger Nachbeobachtung, auch in den 5 Fällen mit YAG-Diskinzision der Hinterkapsel, festgestellt. In allen Fällen wurde eine gute Sehschärfe erreicht, zwei Patienten bemerkten bei Dunkelheit Halos, die jedoch als nicht störend bezeichnet wurden.
Schlussfolgerung: Wenngleich die Zahl der vor über zwei Jahren implantierten und nachverfolgten ThinOptX-Implantationen gering ist, ermutigt der komplikationslose Verlauf zur Nutzung dieser Intraokularlinse bei mikroinzisioneller Kataraktchirurgie, da eine Schnitterweiterung zur Linsenimplantation nach Phako nicht mehr erforderlich ist.

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